BIPAVER EWIV - Bureau International Permanent des Associations de Vendeurs et Rechapeurs de Pneumatiques

BIPAVER

BIPAVER makes RETREADING visible and sustainable as a fundamental part of the Circular Tyre Economy.

Lobbying Activity

Response to Circular Economy Act

9 Sept 2025

Stellungnahme zum geplanten "Circular Economy Act" der Europäischen Kommission BIPAVER (Bureau International Permanent des Associates de Vendeurs et Rechapeurs de Pneumatiques) repräsentiert die unabhängige europäische Runderneuerungsindustrie. Hierzu gehören die Vertretung deren Interessen im Bereich der ationalen und internationalen Gesetzgebung und technischer Regularien auf UN-ECE Ebene sowie die Sensibilisierung von Politik und Gesellschaft für die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile der Reifenrunderneuerung und Reifenreparatur. Hierbei arbeitet BIPAVER auch eng mit wichtigen Branchenverbänden wie ETRMA und ETRTO zusammen, um die Interessen ihrer Mitglieder wirksam zu vertreten. BIPAVER unterstützt die Initiative der EU-Kommission, die Bedingungen zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft und zur besseren Nutzung von Sekundärrohstoffen zu verbessern. Die Reifenrunderneuerung spielt im Rahmen der Abfallreduktion und Umsetzung der Kreislaufwirtschaft im Reifenbereich eine entscheidende Rolle. Gegenwärtig ist die Runderneuerung im Nutzfahrzeugbereich mit einem Marktanteil von rund 30 % im europäischen Ersatzmarkt vertreten. Ein durchschnittlicher Lkw-Reifen hat ein Gesamtgewicht von ca. 70 kg, wobei zwischen 15 und 22 kg auf die Lauffläche anfallen. Es verbleiben rund 50 kg an hochwertigen Gummi- und Stahlkomponenten, die bei der Runderneuerung wiederverwendet werden könnten, sofern die Karkasse auf eine mehrfache Lebensdauer ausgelegt ist. In einigen Anwendungssegmenten sind sogar mehrere Runderneuerungszyklen möglich (z.B. werden Flugzeugreifen bis zu fünfmal runderneuert). Der Ernst&Young-Bericht Die sozio-ökonomischen Auswirkungen der Runderneuerung von Lkw-Reifen in Europa verdeutlicht die Vorteile, die sich aus der Verwendung eines runderneuerten Qualitäts-Reifens ergeben. Im Vergleich zu einem nicht runderneuerbaren Low-End-Reifen ermöglicht ein runderneuerter Reifen eine Einsparung von - 70% des Abbaus natürlicher Ressourcen (Erz, Öl) - 29% Landnutzung - 24% CO2-Emissionen - 21% der Luftverschmutzung, die bei Emissionen von Feinstäuben entsteht - 19% des Wasserverbrauchs. Die nachfolgenden Herausforderungen treffen unsere Branche und sollten im Rahmen des Circular Economy Act nachhaltig geregelt werden: - Die runderneuerungsfähigen Karkassen, also die abgefahrenen Reifen, welche die Grundlage für runderneuerte Reifen bilden, dürfen nicht als Abfall bewertet werden, sondern als ein hochwertiger Rohstoff. - Die Einstufung von runderneuerungsfähigen Karkassen als Rohstoff, statt Abfall, würde den innereuropäischen Transport dieser Karkassen erleichtern. - Runderneuerte Nutzfahrzeugreifen haben sich seit vielen Jahren als nachhaltiges Produkt und gleichwertiger Ersatz für Neureifen in vielen Einsatzgebieten bewährt. Durch billige, in der Regel nicht runderneuerungsfähige Neureifen aus Asien wurden runderneuerte Reifen im Markt immer mehr verdrängt und die Runderneuerungsindustrie stark geschädigt. Deshalb sollte deren Einsatz, als maßgeblicher Beitrag zu Stärkung der in der Kreislaufhierarchie priorisierten RE-USE-Verwendung, durch die Politik unterstützt und gefördert werden. - Gerade in Ausschreibungen der öffentlichen Hand, die oftmals den verschleißintensiven urbanen Reifeneinsatz betreffen (Stadtbusse, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Bauhof-Fahrzeuge etc.) werden aktuell in vielen Ausschreibungen runderneuerte Reifen ausgeschlossen oder Neureifen präferiert. - Auch in anderen Bereichen des Gütertransportes könnten runderneuerte Reifen einen wichtigen und unmittelbar wirksamen Betrag zu den Zielen der Kreislaufwirtschaft leisten. Ein Potential, das bisher leider nur unzureichend genutzt wird. - Viele EU-Richtlinien wie z.B. zur Taxonomie (Delegierte VO(EU) 2023/2485) oder zur Energieeffizienz (Richtlinie (EU) 2023/1791) setzen für die Verwendung von Reifen bestimmte Energieeffizienz- oder Geräusch-Emissions-Klassen in Bezug auf das EU-Reifenlabel voraus (Reifenkennzeichnungs-VO(EU) 2019/40)
Read full response

Response to Delegated Regulation amending Annex I of Regulation (EU) 2023/1115 (EU Deforestation Regulation)

30 Apr 2025

Please note: Due to the fact that the feedback given here cannot be formated please look at the attached document for a better understanding of the feedback. BIPAVER, representing the independent European Retreading and Tyre Trade Industry, welcomes the intention of the European Commission to clarify the EUDR regulation regarding its application to used and retreaded tyres. It is essential for the mainly SME structured retreading industry to declare that a retreader is well responsible for the compliance of all applied rubber materials (and thus natural caoutchouc) in the retreading process but cannot deliver prove for the casing/carcass/used tyre used as Base for the retreaded tyre. Therefore, the related changes to Annex I of Regulation (EU) 2023/1115 are vital for the industry but also secure a mayor improvement to circular economy and waste reduction in the tyre segment. Regarding the existing proposal of the delegated act to modify Annex I we would like to address some comments. The actual proposal text "after the entry ex 4012 Retreaded or used pneumatic tyres of rubber; solid or cushion tyres, tyre treads and tyre flaps, of rubber, the following text is added: (not including waste as defined in Article 3, point (1), of Directive 2008/98/EC) (not including used products and second-hand products);" will allow tyre dealers to keep on selling used tyres after December 30, 2025. However, stating or used pneumatic tyres being in the scope and precluding these directly afterwards ((not including used products and second- hand products)) might cause confusion in the interpretation. For the retreaded industry, as initially mentioned, we see a potential irritation between the regulation text as such and the published FAQs Version 4.0 with the new Q&A 2.8.1: "2.8.1 Are tyre casings or carcasses of retreaded tyres subject to the Regulation? (NEW) In a draft Delegated Act put forward by the Commission, it is proposed that used tyre casings and carcasses (generally used for retreading tyres) are out of the scope of the Regulation, whereas retreaded tyres are in the scope only for the new natural rubber parts, such as the tread, applied to the carcasses and casings." Whereas Q&A 2.8.1 is fully in line with our petition and clear in its statement, the proposed regulation text for Annex I does not clearly state that the previously used part (the casing/carcass/used tyre as Base) of the retreaded tyre (which we categorise as a legally new type homologated product) will be out of the scope. We would therefore propose to change Annex I of EUDR as follows: - change entry "ex 4012 Retreaded or used pneumatic tyres of rubber; solid or cushion tyres, tyre treads and tyre flaps, of rubber" into "ex 4012 Retreaded pneumatic tyres of rubber; solid or cushion tyres, tyre treads and tyre flaps, of rubber" - after this entry add: (not including waste as defined in Article 3, point (1), of Directive 2008/98/EC) (not including used products or product components (e.g. tyre casings or carcasses) and second-hand products)'
Read full response