Bundestierärztekammer e.V.

BTK

Die Bundestierärztekammer hat, entsprechend der Aufgabenzuweisung der BTK-Mitglieder durch die jeweiligen Heilberufsgesetze, folgende Aufgaben: - Den ständigen Erfahrungsaustausch unter den Tierärztekammern und gegenseitige Abstimmung ihrer Ziele und Tätigkeiten zu gewährleisten sowie auf eine möglichst einheitliche Regelung der tierärztlichen Berufspflichten und der Grundsätze für die tierärztliche Tätigkeit auf allen Gebieten hinzuwirken. - Beratung der Tierärztekammern. - Wahrnehmung der Belange der Tierärzteschaft gegenüber Gesetzgeber, Verwaltung und Öffentlichkeit. - Förderung der Aus-, Fort- und Weiterbildung. - In allen Angelegenheiten, die über den Zuständigkeitsbereich eines Landes hinausgehen, die beruflichen Belange der Tierärzteschaft auf nationaler und internationaler Ebene zu wahren.

Lobbying Activity

Response to Modernisation of the EU legislation for on-farm animal welfare for certain animals

11 Jul 2025

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, die EU-Kommission darum zu bitten, den Einsatz der Impfung (Immunokastration) als Methode zur Vermeidung von Ebergeruch ausdrücklich als vereinbar mit den Kriterien des ökologischen Landbaus anzuerkennen. Eine diesbezügliche Einschätzung der Kommission aus dem Jahr 2017 ist wissenschaftlich nicht haltbar. Sie hat aber dazu geführt, dass z.B. in Deutschland die Impfung gegen Ebergeruch von der Länderarbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (LÖK) nicht länger als vereinbar mit den Prinzipien des ökologischen Landbaus bewertet wird. Die zweifelhafte Einschätzung der damaligen EU-Kommission ist ein fatales Signal an die konventionelle Schweinehaltung, an den Handel und an die Verbraucher. Sie beruht offensichtlich auf Fehlinformationen. Mit der Begründung, es handle sich um einen Eingriff in den Hormonhaushalt muss auch die chirurgische Kastration abgelehnt werden, denn diese stellt sogar einen irreversiblen Eingriff in den Hormonhaushalt der Tiere dar. Folgt man dieser Argumentation, wäre nur die Ebermast mit den Prinzipien der ökologischen Produktion vereinbar. Der bei der Impfung eingesetzte Wirkstoff, ein Analogon des Gonadotropin-Releasing-Faktors (GnRF), ist, anders als das körpereigene GnRF, nicht hormonell wirksam. Das körpereigene GnRF bewirkt während der Geschlechtsreifung die Bildung von Androstenon im Hoden, also des Geschlechtshormons, das eines der Hauptverursacher des Ebergeruchs ist. Durch die Impfung wird das Immunsystem des Tieres dazu angeregt, Antikörper gegen das körpereigene GnRF zu bilden. Das Immunsystem wird also dazu gebracht, das körpereigene GnRF zu blockieren. In der Folge wird die Bildung von Androstenon im Hoden unterdrückt. Es spricht vieles für die Impfung gegen Ebergeruch: - Verzicht auf einen chirurgischen Eingriff mit all seinen möglichen postoperativen Komplikationen, - einfache und sichere Anwendung, - die geimpften Tiere sind deutlich ruhiger und weniger aggressiv als ungeimpfte Eber, - die Belastung für die Tiere ist gering. Das Friedrich-Loeffler-Institut kam 2018 zu dem Schluss, bei der Impfung gegen Ebergeruch handle es sich um die tierschutzfachlich beste Methode zur Vermeidung von Ebergeruch. Damit entspricht sie voll und ganz den erklärten Zielen der EU-Öko-Verordnung (Anwendung hoher Tierschutzstandards). Wir bitten die Kommission eindringlich darum, die fehlerhafte Einschätzung von 2017 zu revidieren und eine explizite Erlaubnis für den Einsatz der Impfung gegen Ebergeruch in der ökologischen Schweinehaltung festzuschreiben, um die unklare Rechtslage zu präzisieren und den Einsatz in Deutschland (wieder) zu ermöglichen. Wir verweisen auf ein Schreiben der BTK aus dem Jahr 2020, die Stellungnahme des FLI von 2018 und eine Stellungnahme der FVE (Federation of Veterinarians of Europe) von 2020.
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Response to Veterinary medicines – list of essential substances for equine species

12 Feb 2025

Die Bundestierärztekammer begrüßt, dass sich der Entwurf einer Durchführungsverordnung zur Erstellung eines Verzeichnisses von Stoffen, die für die Behandlung von Equiden von wesentlicher Bedeutung sind, im wesentlichen an den wissenschaftlichen Empfehlungen der EMA orientiert (EMA/CVMP/159047/2023). Abweichend von den EMA-Empfehlungen wurde Pergolid nicht in die Verordnung aufgenommen, was wir für richtig halten. Da es sich bei der Behandlung des Equinen Cushing-Syndroms um eine symptomatische Therapie und damit um eine Dauermedikation insbesondere von älteren Pferden handelt, wäre ein Absetzen der Therapie sechs Monate vor der Schlachtung aus Tierschutzgründen abzulehnen. Wir befürworten daher die Entscheidung der Kommission, Pergolid entgegen der Empfehlung der EMA nicht in die Liste aufzunehmen.
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Response to Protection of animals during transport

11 Apr 2024

In Ergänzung zu unserer Stellungnahme vom 15. Januar 2024 möchten wir in beigefügtem Dokument noch einige Anmerkungen speziell zum Transport von Geflügel zur Verfügung stellen.
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Response to Evaluation of the Animal Health Law

3 Apr 2024

Mit dem call for evidence macht die EU-Kommission auf dem öffentlichen Portal Have Your Say den ersten Schritt zur Evaluierung des Animal Health Law (VO (EU) 2016/429). Die Bundestierärztekammer möchte die Gelegenheit nutzen, zu den aufgeworfenen Fragen eine erste kurze Einschätzung zu übermitteln. Bitte entnehmen Sie unser Feedback dem beigefügten pdf.
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Response to Welfare of dogs and cats and their traceability

5 Mar 2024

Die Bundestierärztekammer (BTK) begrüßt grundsätzlich den Vorschlag der EU-Kommission über eine Verordnung zum Schutz von Hunden und Katzen und ihrer Rückverfolgbarkeit. Die stark gestiegene Nachfrage nach Hunden und Katzen in den letzten Jahren hat einen enormen Anstieg des Handels mit diesen Tieren nach sich gezogen. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Tierschutzstandards innerhalb der Mitgliedstaaten, zum Teil unbefriedigender Tierschutzbedingungen im Bereich Zucht und Haltung sowie dem illegalen Handel, ist eine EU-einheitliche Regulierung des Inverkehrbringens dieser Tiere und das Festlegen von Mindesttierschutzstandards ein wichtiger Schritt zu mehr Tierwohl, erleichtert den zuständigen Behörden die Kontrolle von Zucht, Haltung und Handel und ermöglicht Tierbesitzern, die Herkunft ihres künftigen Haustieres nachprüfen zu können. Wir möchten an dieser Stelle dennoch die Gelegenheit ergreifen, um auf einige Punkte hinzuweisen, die unserer Ansicht nach verbesserungswürdig sind. [Die vollständige Stellungnahme entnehmen Sie bitte dem beigefügten pdf.]
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Meeting with Yvon Slingenberg (Cabinet of Vice-President Miguel Arias Cañete)

15 Sept 2015 · The implementation of the Energy Efficiency Directive