Bundesverband der Düngermischer e.V.

BVDM

a) Präzisierung der Pflanzenernährung durch Beratung, Schulung und Feldversuche im Bereich der Landwirtschaft b) Hilfe für Mitglieder in rechtlichen Fragestellungen zur Anwendung und zum Inverkehrbringen von Düngemitteln

Lobbying Activity

Response to Evaluation of the Fertilising Products Regulation

9 Sept 2025

Nach einigen Jahren praktischer Anwendung der FPR ist klar, dass diese schlüssig ist und im Binnenmarkt funktioniert. Allerdings sind mit der Umsetzung von den Herstellern und mittelständisch geprägten Händlern erhebliche Kosten und bürokratische Aufwendungen verbunden. a) So ist die Deklaration umständlich und zu umfangreich - eine Vereinfachung wäre bei gleicher Aussagekraft sinnig. So könnten Hinweise zur Anwendung entfallen, zumal die Landwirte selber sachkundig sind und den Bedarf ihrer Kulturen am besten einstufen können. Die Möglichkeit einer Digitalisierung des Warenbegleitscheines auch gegenüber dem Endverbraucher wäre hilfreich im Hinblick auf die Entbürokratisierung und Schonung von Ressourcen. Als Boxenschild sollte neben dem CE-Zeichen die Angabe von Gehalten des Düngemittels, der CAS-Nr. und die Gefahrstoff-Einstufung reichen. b) Auch für kleine Chargen, z.B. bei Düngermischungen, muss jedes mal eine Konformitätserklärung gefertigt werden dieses steht gegen dem Gedanken, möglichst auf den jeweiligen Standort und die Kultur bezogene Düngeprodukte zu erstellen. Die Bewertung sollte für mehrere Produkte reichen, solange die Komponenten die gleichen sind und nur in der Menge differieren. c) Die jetzt für Cadmium hinterlegten Grenzwerte sollten bleiben, weil es auf diesem Niveau keinen Nachweis für eine Schädigung von Mensch und Natur gibt und eine Absenkung die aufgrund agronomischer Kriterien erforderliche Auswahl organischer wie mineralischer Düngemittel stark einschränken würde. d) Pflanzenkohlen als CO2-Senken mit innovativem Character aus der Pyrolyse sollten auch aus Gärresten und Klärschlämmen und nach einer eingängigen Konformitätsprüfung zur Anwendung in der Landwirtschaft zugelassen werden. e) Beim P-Recycling aus den Aschen von Klärschlämmen sind die Anforderungen an das Konformitätsverfahren exorbitant hoch, sodass die Kosten für mittelständische Produzenten kaum zu stemmen sind. Hier bedarf es dringend einer Vereinfachung mit weniger Wiederholungen von Analyseschritten und Konzentration auf die wirklich umwelt- /bewertungsrelevanten Faktoren. f) Die Lagerung von Düngemitteln mit gleichen Inhaltsstoffen und gleichem Gehalt, aber unterschiedlicher Herkunft in einer Düngemittelbox sollte in einem modifizierten FPR auf jeden Fall möglich sein. Alles andere wäre nicht praktikabel, beispielsweise im Hinblick auf den Nachbezug kleiner Mengen im Frühjahr und die Lagerung von Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung.
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Response to Amendment of conformity assessment procedures for EU fertilising products

20 Mar 2025

Wir vom Bundesverband der Düngermischer e.V. begrüßen zu den Konformitätsverfahren die Akkreditierung von Laboratorien im Rahmen des Moduls A1 und ebenso die angestrebte Anpassung der Auditfrequenz.
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Response to Evaluation of the National Emission reduction Commitments Directive

6 Mar 2024

Wir vom Bundesverband der Düngermischer e.V. in Deutschland sind der Meinung, dass schon sehr viel geleistet wurde, um die Schadstoffbelastung der Luft einzudämmen. Die Landwirte sind soweit sensibilisiert und haben erhebliche Mittel aufgewendet, um die Ammoniak-Emissionen aus der Tierhaltung und der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern zu senken. Ein im Verhältnis sehr kleiner Anteil an NH3-Emissionen ist auf den Einsatz von Mineraldüngern zurückzuführen. Auch hier sind die Ausgasungen an Ammoniak nochmals in erheblichem Umfang durch technologischen Fortschritt und strenge regulatorischen Vorgaben reduziert worden. So bewirkt der Auftrag von Ureasehemmern auf harnstoffhaltige Düngemittel einen Rückgang der NH3-Emissionen in Höhe von bis zu 80% im Vergleich zu einem Harnstoff ohne Hemmstoff. Daher ist diese Maßnahme heute Standard. Die eingeleiteten Maßnahmen werden folglich parallel zu einem rückläufigen Einsatz von organischen und mineralischen Stickstoffdüngemitteln zu einer erheblichen Reduktion von Ammoniak in der Luft führen, sodass weitere regulatorische Elemente unseres Erachtens nicht zielführend sind, sondern lediglich die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungsmitteln erschweren.
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Response to The protection of waters against pollution caused by nitrates from agricultural sources – Evaluation

25 Jan 2024

Hinsichtlich der Reduzierung der Nitratgehalte im Grundwasser ist in Europa schon viel erreicht worden. Im Bereich von Abwasservermeidung und -Reinigung sowie die Reparatur von undichten Kanalisationen gibt es jedoch noch Potenzial. In der Landwirtschaft wird an verschiedenen Stellschrauben gedreht - so hat zum Beispiel in Deutschland der Anbau von vielfältigen Fruchtfolgen und Zwischenfrüchten stark zugenommen und es wurde in erheblichem Umfang der Einsatz von stickstoffhaltigen Düngemitteln herunter gefahren. Ebenso werden Nitrifikationshemmer verwendet, um die Umwandlung von Ammonium zu Nitrat im Boden zu regulieren. In Düngermischungen werden mineralische Stickstoffdüngemittel mit weiteren Nährstoffen kombiniert, um Synergien zu nutzen und die Ausnutzung von Stickstoff zu verbessern. Es sind folglich erhebliche Leistungen im Ackerbau erbracht worden, doch eine weitere Reduzierung der Anwendung von Pflanzennährstoffen würde die Qualität und Quantität der Lebensmittel beeinträchtigen und den Hunger in der Welt eher fördern. Zudem würde in vielen Böden der Gehalt an Humus als Kohlenstoff-Senke (Humus besteht aus Kohlenstoff + Stickstoff) sinken. Als Folge davon würden solche Standorte für die Bindung von Treibhausgasen ausscheiden.
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Response to Soil Health Law – protecting, sustainably managing and restoring EU soils

25 Aug 2023

Our organization, with 170 predominantly German companies making special efforts to specify plant nutrition, is highly concerned with maintaining soil fertility as the basis for food production and thus supplying the EU population with high-quality products. Of course, the fertility of our production sites counts towards the definition of a healthy soil. To maintain soil structure and soil life, nutrient supply adapted to the location is essential for this. Soils in Europe and even in the respective member states cannot be standardized due to strongly differing natural areas with different soil genesis, and therefore there cannot be uniform limit values or specifications across the board for all soils. In addition, our cultivated plants have very different requirements with regard to nutrient supply. Consequently, measurements of the nitrogen content according to Kjeldahl are also not meaningful, since soils must have different contents depending on the carbon content (no humus formation without nitrogen) and the soil profile, even without anthropogenic influence. Like nitrogen, phosphorus is also decisive for the formation of biomass through photosynthesis, so that natural yields are low under deficiency and less carbon remains in the soil due to restricted root growth. The values given in the appendix according to the Olsen methodology would establish a deficient supply, so that the desired good soil fertility could not be realized and soil as well as plant would suffer. In principle, even soils highly supplied with phosphorus are not diseased, since neither soil life nor humus formation or plant growth are impaired. The mineral fertilizers, which can be dosed more precisely than organic ones, are also tested in accordance with the new EU Regulation 2019/1009 before they receive the CE mark. Limits are already named here, for example, for maximum permissible contents of heavy metals. Thus, there are already some laws and regulations that ensure the protection of the soil. We consider a clear and all-encompassing definition of a healthy soil to be fundamentally difficult and not very meaningful due to the geogenic differences in physical, chemical and biological properties.
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