Bundesverband Rauchfreie Alternative e.V.
BVRA e.V.
Der Bundesverband Rauchfreie Alternative e.V.
ID: 416230341482-46
Lobbying Activity
Response to Revised recommendation on smoke-free environments
19 Jul 2022
Der Bundesverband Rauchfreie Alternative e.V. lehnt eine Erweiterung der „Empfehlung des Rates von 2009 über rauchfreie Umgebungen“ auf die Produktgruppe der E-Zigaretten ab.
Als Begründung für diese Erweiterung wird einerseits die WHO zitiert und andererseits auf mögliche Expositionen in den Aerosolen hingewiesen. Eine solche gesundheitsschädliche Exposition ist aber nicht festzustellen. Selbst der sehr stark kritisierte SCHEER Report kommt zu dem Schluss, dass es nur geringe Anhaltspunkte für eine mögliche gesundheitliche Schädigung gibt.
Der WHO und auch dem SCHEER Report wurde in der Vergangenheit immer wieder eine einseitige Betrachtung vorgeworfen und eine ungenügende Berücksichtigung von Forschungsergebnissen, die das Prinzip der Tobacco Harm Reduction stärker in den Blickpunkt rücken. Die nachgewiesenen und gemessenen Expositionen sind derart gering, dass selbst die WHO solche Konzentrationen in der Umgebungsluft als gesundheitlich unbedenklich einstuft. Von einer Gefahr für die nichtrauchende bzw. nichtdampfende Bevölkerung kann hierbei kaum die Rede sein.
Verbote und starke Restriktionen führen im Verhalten der Menschen zumeist zum genauen Gegenteil des Beabsichtigten. Wenn man z.B. Raucherzonen an den Bahnhöfen abschafft, dann wird es die Menschen dazu veranlassen, nicht mehr mit dem Zug, sondern wieder mit dem Auto zu fahren. Die Folge ist eine Verfehlung der Klimaziele im CO2 Ausstoß. Wenn man bei E-Zigaretten die Aromen verbietet oder den Verkauf und die Nutzung stark einschränkt, führt das zu einer Erhöhung der Raucherquote innerhalb kürzester Zeit. Genauso geschieht es gerade sehr deutlich in etlichen US amerikanischen Bundesstaaten. Das sind keine vagen Befürchtungen oder Mutmaßungen, sondern es passiert wirklich! Dies lässt sich derzeit weltweit beobachten.
Großbritannien hat gezeigt, wie Tabakkontrolle wirksam funktioniert. Die Tabakzigarette ist dort sehr teuer und zugleich fördert man wesentlich weniger schädliche Alternativen wie eben die E-Zigarette. Es fehlt die Verbrennung und daher wird das Krebsrisiko von Public Health England nur noch mit 0,5 Prozent im Vergleich zur Tabakzigarette angesetzt.
Schweden hat ebenfalls eine sehr niedrige Raucherquote. Sie erreichen das durch das Harm Reduction Produkt Snus.
Alle Maßnahmen, die die Verfügbarkeit von alternativen Produkten zum Tabak einschränken, laufen dem gesteckten Ziel des Europe Beating Cancer Plan entgegen. Artikel 1(d) der FCTC stellt hierzu sogar klar, dass Tabakkontrolle "a range of supply, demand and harm reduction strategies that aim to improve the health of a population by eliminating or reducing their consumption of tobacco products and exposure to tobacco smoke" bedeutet.
Selbst das stets wiederholte Argument, die E-Zigarette würde angeblich als Einstiegsdroge fungieren, ist bei wissenschaftlicher Betrachtung nur eines: eine unbewiesene und haltlose Hypothese. Nirgendwo weltweit lassen sich dazu belastbare Zahlen finden. Wer diese Jugendschutzkarte „spielt“, argumentiert mit Ängsten und Gefühlen, um ein unerwünschtes Verhalten zu unterbinden. Wissenschaftlich oder empirisch nachweisbar ist diese Befürchtung bis heute nicht.
Fazit:
Verbote und starke Restriktionen führen zu einem Ausweichverhalten der Betroffenen und erhöhen das Risiko eines unkontrollierbaren Schwarzmarktes. Im Falle der E-Zigarette führt ein Verbot zu einer Rückkehr zur Tabakzigarette. Das kann im Sinne des Europe Beating Cancer Plan und der Tabakkontrolle nicht gewünscht sein!
Sowohl gesundheitsschädliche Expositionen, als auch ein Gateway-Effekt lassen sich nach Jahren der Nutzung einfach nicht feststellen.
Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte lassen sich nur mit einer Gefahr für Andere rechtfertigen. Diese sehen wir im Fall der E-Zigarette als nicht gegeben an.
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