Fränkischer Weinbauverband e. V.
FWV
Der Fränkische Weinbauverband e.V.
ID: 849930447094-18
Lobbying Activity
Response to Indication of wine ingredients and adaptation of the rules for geographical indications in the wine sector
23 Feb 2023
Der Fränkische Weinbauverband e.V. schließt sich den Ausführungen des Deutschen Raiffeisenverbands e.V. (DRV) an. Wir benötigen dringend eine Übergangs- und Abverkaufsfrist für bereits ausgestattete Ware. Ausnahmen muss es für "Schatzkammerweine" geben, bei denen auf Grund ihres Alters keine Unterlagen mehr zur Verfügung stehen. Desweiteren benötigen die Winzer*innen dringend Rechtssicherheit zu den notwendigen Angaben im Zutatenverzeichnis.
Read full responseResponse to Sustainable use of pesticides – revision of the EU rules
8 Sept 2022
Diese Initiative der Europäischen Kommission führt in der fränkischen Weinwirtschaft zu großen Sorgen, ob der Weinbau in Franken künftig überhaupt noch möglich sein wird. Insbesondere die Begriffsbestimmung der „ökologisch empfindlichen Gebiete“ (Artikel 3, Nr. 16 f des Verordnungsentwurfs COM (2022) 305 final vom 22.06.2022) treibt uns und unsere Winzerinnen und Winzer um. Da Deutschland Landschaftsschutzgebiete in das Verzeichnis der nationalen Schutzgebiete (CDDA) gemeldet hat, wären auch diese Flächen ggf. von einem totalen Einsatzverbot von Pflanzenschutzmitteln betroffen.
Unter der Voraussetzung, dass sich die Kommission mit ihrer bevorzugten Option 3 durchsetzt wäre z.B. an der Mainschleife (Volkach, Nordheim, Sommerach usw.) und auch in den urabnen Räumen wie z.B. Würzburg, Randersacker kein Weinbau, auch kein ökologischer Weinbau, mehr möglich. In Summe rechnen wir damit, dass rund die Hälfte (ca. 3.000 ha) der fränkischen Weinbaufläche nicht mehr bewirtschaftet werden könnte. Der positive Effekt, den der Weinbau auf die Entwicklung des ländlichen Raums hat, wäre somit negiert und selbst dem biologischen Weinbau wäre dort die Grundlage entzogen. Dies konterkariert das Ziel der EU, den Anteil der Biolandwirtschaft signifikant zu erhöhen.
Staatliche Vorgaben, die sich an unrealistischen Zielvorgaben orientieren, würden zum Berufsverbot. Eine berufliche Zukunft im Weinbau wird in Frage gestellt. Die Aufnahme eines Berufes im Weinbau oder gar die Übernahme eines Weinbaubetriebes wird immer unattraktiver oder unmöglich.
Wir stimmen grundsätzlich zu, dass Pflanzenschutzmittel nachhaltig eingesetzt und die Mengen sinnvoll reduziert werden müssen. Die Palette dafür reicht von der Anwendung moderner Prognosemodelle, digital unterstützter Applikationstechnik bis hin zur Pflanzung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten (PIWIs). Dabei gilt zu bedenken, dass das erforderliche Rebpflanzgut auf absehbare Zeit nicht in ausreichender Menge vorhanden sein wird, und auch PIWIs Pflanzenschutz erfordern. Des Weiteren ist unklar, wie lange Resistenzmechanismen erhalten bleiben und es besteht die Gefahr, dass Schaderreger Resistenzen brechen.
Pflanzenschutz sichert die Ernte sowie deren Qualität und muss daher nicht pauschal, sondern situativ, jahrgangs- und standortangepasst ausgebracht und reduziert werden. Wir wünschen uns von der Politik, dass sie die Notwendigkeit des Pflanzenschutzes im Weinbau anerkennt und ermöglicht. Für eine nachhaltige (Weiter-)Entwicklung des Weinbaus sind ambitionierte Förderprogramme hilfreich, im Gegensatz zu pauschalen und existenzbedrohenden Regulierungsansätzen.
Read full responseMeeting with Janusz Wojciechowski (Commissioner) and
6 Jul 2022 · Meeting with Bavarian Minister Kaniber and Huml and with representatives of the Bavarian agricultural sector