Industriegaseverband e.V.

IGV

Der Industriegaseverband (IGV) fördert die Sicherheit, den Umweltschutz und die Technik bei der Herstellung und dem Umgang mit Industriegasen.

Lobbying Activity

Meeting with Angelika Niebler (Member of the European Parliament)

24 Sept 2025 · EU energy policies

Meeting with Hildegard Bentele (Member of the European Parliament)

24 Sept 2025 · Situation of the gas sector

Response to Technical updates of the Emissions Trading Scheme (ETS) State aid guidelines

28 Aug 2025

STELLUNGNAHME ZU DEN LEITLINIEN FÜR STAATLICHE BEIHILFEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EHS) SPK Der Industriegaseverband (IGV) begrüßt die Konsultation der EU-Kommission und dankt für die Gelegenheit, die Perspektive der deutschen Industriegasebranche einzubringen. Unser Ziel ist ein wettbewerbsfähiger und zugleich klimafreundlicher Beihilferahmen. Für den IGV sind Wettbewerbsfähigkeit, Standort- und Arbeitsplatzsicherung in Deutschland und die Vermeidung von Carbon Leakage (CL) zentral. Die Strompreiskompensation (SPK) erfasst jedoch bislang nur einen Teil der Industriegase (H2 und Synthesegas), nicht aber die besonders stromintensive Produktion von Luftgasen (Stickstoff, Sauerstoff, Argon). Die aktuellen Regelungen müssen dringend überarbeitet werden, da sie weder das erheblich gestiegene CL-Risiko des Industriegase-Sektors noch die indirekte Wettbewerbssituation der Luftgaseproduktion berücksichtigen. Der IGV hält es daher für geboten, den kompletten Sektor NACE 20.11 in den Begünstigtenkreis der SPK aufzunehmen. Die beigefügte Studie stützt unsere Forderungen. Industriegase sind essenziell für die Chemie, Metallurgie und Elektronik sowie unverzichtbar in der Lebensmittel- und Gesundheitsbranche. Ihre Erzeugung ist sehr stromintensiv und der Preis somit abhängig von Stromkosten. Der IGV repräsentiert mittelständische Unternehmen und Konzerne mit einem Jahresumsatz von ca. 4 Mrd. und 6,5 TWh Stromverbrauch in Deutschland (2,8 % gesamter industrieller Stromverbrauch oder über 1% Gesamtverbrauch). Die Stromkosten für die Industrie liegen in Deutschland um ein Vielfaches über den Kosten in den USA oder Asien. Bei elektrolytischem H2 machen die Stromkosten zur Erzeugung etwa die Hälfte der Gesamtkosten aus. Auch die Herstellung von Luftgasen (N2, O2, Ar) ist stromintensiv. Sie werden in Wertschöpfungsketten international gehandelter Produkte in großen Mengen benötigt (u.a. Stahlproduktion). Die SPK soll die indirekten CO2-Kosten im Strompreis ausgleichen und CL gefährdete Branchen schützen. Es handelt sich um den (teilweisen) Ausgleich eines Kostennachteils gegenüber außereuropäischer Konkurrenz. Sie ist bei Betrachtung der Wertschöpfungsketten für die internationale Wettbewerbsfähigkeit essenziell. Der Kostennachteil aus den CO2-Kosten muss deshalb zu 100% ausgeglichen werden. Ein Level Playing Field für alle Industriegase ist nicht gegeben. Seit 2021 berücksichtigt die SPK nur folgende NACE-Sektoren: 20.11.11.50 Wasserstoff 20.11.12.90 Synthesegas Die besonders stromintensiven und ebenfalls von CL bedrohten Teilsektoren für die Produktion von Luftgasen finden bei ausgelagerter Produktion (durch Industriegaseunternehmen) keine Berücksichtigung: 20.11.11.60 Stickstoff 20.11.11.70 Sauerstoff 20.11.11.20 Argon Die CompassLexecon Studie (2020, Grundlage der EU-KOM Entscheidung) stellt bei einem European Union Allowance Preis (EUA-Preis) von 35 ein mittleres bis hohes CL-Risiko fest und folgert, dass bei höheren Preisen ein hohes CL-Risiko besteht. Der aktuelle EUA-Preis liegt aber bei ca. 70 ! An die SPK werden Gegenleistungen geknüpft, die eine Reinvestition der erhaltenen SPK fordern. Damit wird der Kostennachteil nicht mehr ausgeglichen, sondern in eine zweckgebundene Investition unter bürokratischem Aufwand umgelenkt. Energieintensive Unternehmen haben aus wirtschaftlichen Überlegungen einen Antrieb zur Steigerung der Energieeffizienz. Für die Umstellung der H2-Erzeugung von Dampfreformierung (Erdgas) auf Elektrolyse (Strom) leistet die SPK einen wichtigen Beitrag. Die Erzeugung von Luftgasen (Stickstoff, Sauerstoff und Argon) erfolgt bereits elektrifiziert (Luftzerlegung). Sie muss daher gleich behandelt werden. Fazit: Der IGV fordert die Fortführung der SPK unter folgenden Maßgaben: Aufnahme der Luftgase (Stickstoff, Sauerstoff, Argon) in den Begünstigtenkreis Abschaffung oder deutliche Reduzierung von Gegenleistungen
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Meeting with Jens Geier (Member of the European Parliament, Rapporteur)

4 Jul 2023 · Exchange on the gas market directive

Response to Revision of EU legislation on hazard classification, labelling and packaging of chemicals

30 Mar 2023

The Industriegaseverband e.V. (IGV) welcomes the opportunity to provide feedback on the CLP revision proposal. Please find our comments in the attached document.
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