Initiative Kulturgut Mobilität e.V.
IKM e.V.
Die Initiative Kulturgut Mobilität e.V.
ID: 007938540807-31
Lobbying Activity
Response to Revision of the CO2 emission standards for cars and vans
31 Jul 2025
Die Koexistenz beider Antriebsarten, elektromotorisch und verbrennungstechnisch, ist die Lösung. Beide haben ihre spezifischen Vorteile und sicher auch ihre Nachteile. Den Verbrennungsmotor zu verteufeln und gar zu verbieten (ein höchst sozialistischer Gedanke, nebenbei bemerkt) halte ich für kurzsichtig. Es ist längst bekannt, dass der Motor nicht das Problem ist, sondern der dafür verbrannte Treibstoff. Inzwischen gibt es sehr gute Ansätze, den KFZ-Sektor zu dekarbonisieren mithilfe von synthetisch hergestellten Kraftstoffen, die sich in der Praxis inzwischen auch bewährt haben. Es ist unverständlich, warum bei der Transformation derart auf die Tube gedrückt, die EU beim Einsatz dieser CO2-armen Möglichkeiten jedoch auf der Bremse steht. Es wäre ein Leichtes, hier einen mittelfristigen CO2-Reduktionserfolg zu erzielen, vor allen Dingen auch global gesehen, denn das könnte, im Gegensatz zur einseitigen Fokussierung auf Elektrofahrzeuge, tatsächlich Vorbildcharakter haben. HVO100 ist erst der Anfang, synthetisches Benzin und die Abkehr vom Verbrennerverbot (durch die Hintertür aufgrund unrealistischer Zielvorgaben) müssen folgen. Insofern fordere ich die EU-Kommission auf, die Technologieoffenheit sowie damit verbunden synthetische Kraftstoffe zuzulassen und in Zukunft CO2-optimierte Verbrenner und Elektromobilität gleichermaßen zu forcieren um Reduktionsziele rasch zu erreichen. Das Argument, es stünde für die Herstellung synthetischer Kraftstoffe nicht ausreichend Strom zur Verfügung ist ein Scheinargument, denn auf der Erde gibt es so viel regeneratives Potential und Unternehmen, die darin investieren würden (salopp gesagt Sonne in der Wüste und Wind in Patagonien), dass wir problemlos Kraftstoffe in Hülle und Fülle produzieren und uns damit auch unabhängiger von den Ölförderstaaten machen können. Ein weiterer Vorteil ist die Nutzung bereits bestehender Tankinfrastruktur. Es ist unverständlich, warum die EU-Kommission das nicht umfassend in Betracht zieht und stattdessen lieber eine Technologie versucht zu unterbinden, anstatt in den Wettbewerb der klügsten Köpfe zu investieren. Die EU riskiert sehenden Auges Deindustrialisierung unter den Mitgliedsstaaten und damit die Vernichtung hunderttausender Arbeitsplätze im Automobilbereich (einhergehend mit allen damit verbundenen Begleiterscheinungen wie hoher Arbeitslosigkeit, hochschnellen von Sozialleistungsbedarf, Perspektivlosigkeit bei den Menschen etc.). Die Vorboten sind bereits erkennbar! Eine Trendumkehr innerhalb der EU-Kommission unabdingbar.
Read full responseMeeting with Andrea Wechsler (Member of the European Parliament)
13 Mar 2025 · EU Environment Policy