Open Source Business Alliance - Bundesverband für digitale Souveränität e.V.

OSBA

The Open Source Business Alliance – Federal Association for Digital Sovereignty (OSB Alliance) represents more than 200 companies from the open source industry that together employ around 95,000 employees and generate more than 126.8 billion euros in annual revenues in Germany.

Lobbying Activity

Meeting with Matthias Ecke (Member of the European Parliament)

2 Apr 2025 · Industriepolitik | Digitalwirtschaft | OpenSource

Response to Evaluation of the Public Procurement Directives

7 Mar 2025

Die Open Source Business Alliance (OSBA) ist der Verband der Open-Source-Industrie in Deutschland. Sie vertritt über 230 Mitgliedsunternehmen, die jährlich mehr als 126 Milliarden Euro erwirtschaften. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Anwenderorganisationen setzt sie sich dafür ein, die zentrale Bedeutung von Open Source Software und offenen Standards für einen erfolgreichen digitalen Wandel im öffentlichen Bewusstsein nachhaltig zu verankern. Die Europäische Union will die digitale Souveränität stärken. Das ist zentral, um Resilienz, Kontroll- und Gestaltungsfähigkeit der digitalen Infrastrukturen sowie Innovationsfähigkeit und Wettbewerb in Europa zu sichern. Um dies zu erreichen und um die Abhängigkeit von außereuropäischen Software-Konzernen zu verringern, muss der Staat massiv in den Open-Source-Sektor investieren und Open Source Software vorrangig beschaffen. Dies sollte ausdrücklich in den Vergaberichtlinien festgeschrieben werden. Zumindest sollte die Bevorzugung von Open Source Software in der Vergabe ausdrücklich ermöglicht werden, um diesbezüglich Rechtssicherheit zu schaffen. Die wesentliche Idee von Open-Source-Lizenzen ist, dass Anwender in die Lage versetzt werden, eine Software auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen und auch bei Änderungen der Anforderungen weiter mit der Software arbeiten zu können. Aus Sicherheitsperspektive ergibt sich bei Open Source Software die Möglichkeit, die Software auf Schwachstellen, Hintertüren und Kill-Switches zu prüfen. Investitionen in Open-Source-Lösungen kommen allen Unternehmen und Verwaltungen in Europa zu Gute, da Open-Source-Bestandteile die Grundlage bilden für den Großteil aller Unternehmenssoftwareprojekte. Öffentlich finanzierte Software sollte unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden, damit die Ergebnisse der Allgemeinheit wieder zur Verfügung gestellt werden können. Der Slogan "Public Money, Public Code" bringt dies auf den Punkt. In diesem Sinne trägt die Entwicklung und Beschaffung von Open Source Software auch zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Verwendung von öffentlichen Geldern bei. Öffentliche Verwaltungen, die auf Open Source setzen, sind in der Lage, krisenresiliente, interoperable und vertrauenswürdige Infrastrukturen zu schaffen. Sie können jederzeit flexibel zwischen Anbietern wechseln, die Software optimal an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen und Synergieeffekte nutzen. Die Geschäftsmodelle von Open Source Software unterscheiden sich aufgrund der Freiheiten, die die Open-Source-Lizenzen gewähren, von den Geschäftsmodellen proprietärer Software. Das muss bei der Vergabe berücksichtigt werden. Bei Open Source Software werden üblicherweise keine Lizenzen verkauft, sondern ergänzende Dienstleistungen angeboten. Das führt dazu, dass sich auf eine Ausschreibung für eine Open Source Software neben dem eigentlichen Software-Hersteller auch jeder beliebige andere Anbieter bewerben kann. Der Vorteil für die Verwaltung besteht hier in der Anbieterunabhängigkeit, also der Möglichkeit, bei Bedarf jederzeit den Anbieter wechseln zu können. Allerdings ist es für die Verwaltung nicht immer leicht zu erkennen, ob ein Anbieter die erforderliche Expertise mit der entsprechenden Open Source Software mitbringt, und ob er selbst ausreichend in die Weiterentwicklung und Pflege der Software investiert. Aus diesem Grund sollten besondere Vergabekriterien bei der Beschaffung von Open Source verwendet werden, damit ein Software-Projekt auch wirklich erfolgreich ist und eine Ausschreibung nicht einfach von einem besonders billigen aber möglicherweise unseriösen Anbieter gewonnen wird.
Read full response

Meeting with Rasmus Andresen (Member of the European Parliament)

15 Nov 2023 · BigTech Regulierung