Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen

VSE

Der VSE ist der Branchendachverband der schweizerischen Elektrizitätswirtschaft.

Lobbying Activity

Response to Climate change mitigation and adaptation taxonomy

17 Dec 2020

Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) unterstützt das Ziel der Klimaneutralität, welches die Europäische Union und die Schweiz bis 2050 anstreben. Die schweizerische Elektrizitätswirtschaft engagiert sich seit jeher für eine nachhaltige Stromversorgung. Dank der Wasserkraft verfügt sie traditionell über eine mehrheitlich erneuerbare Stromproduktion. Die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität bedingt einen Umbau des Energiesystems und insbesondere eine zunehmende Elektrifizierung. Voraussetzung dafür ist der Bestandserhalt und der massive Ausbau der erneuerbaren Energien. Dazu braucht es geeignete Rahmenbedingungen. Das Ziel der Klimaneutralität und eine langfristige Dekarbonisierung können am effizientesten durch die vollständige Internalisierung der externen Kosten der CO2-Emissionen erreicht werden. Dies sollte über ein umfassendes und wirksames Emissionshandelssystem erfolgen. Auch mit erneuerbaren Energien ist eine Energieversorgung gänzlich ohne Umwelteingriffe nicht möglich. Interessenskonflikte zwischen der Energieversorgung bzw. der Sicherstellung der Versorgungssicherheit und dem Schutz der Umwelt sind daher unvermeidlich. Ohne eine anlagen- und standortspezifische Güterabwägung zwischen Schutz- und Nutzungsinteressen lassen sich daher die energie- und klimapolitischen Ziele nicht erreichen. Der Wasserkraft kommt im europäischen Energiesystem eine wichtige Bedeutung zu: Sie liefert neben Wind den derzeit grössten Anteil an erneuerbarer Energie an die Stromendverbraucher, spielt eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung von Flexibilität und Speicherkapazität. Als steuerbare, erneuerbare Produktion trägt sie somit wesentlich zur Systemstabilität und Versorgungssicherheit bei. Zudem leistet die Wasserkraft durch die Regulierung von Wasserabflüssen einen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Entsprechend ist die Wasserkraft mit den anderen erneuerbaren Energien gleich zu behandeln. Mit den vorgeschlagenen Klassifizierungskriterien würde die Investitionssicherheit gerade für bestehende Anlagen in Frage gestellt. Die Kapitalbeschaffung ist nicht nur für den Weiterbestand der Anlagen, sondern auch für deren sicheren Betrieb entscheidend. Aus ökologischer Sicht ist eine Beurteilung auf anlagen- und standortspezifischer Basis zielführend, auch unter Berücksichtigung bereits erfolgter Eingriffe. Eine Ungleichbehandlung der Technologien beschneidet den Handlungsspielraum für die Sicherstellung der Versorgungssicherheit und künftige technologische Entwicklungen. Massgebend für die Klassifizierung sollten der Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Ziele, unter Berücksichtigung der notwendigen Sicherstellung der Versorgungssicherheit, wie auch die Einhaltung der nationalen und ggf. europäischen Umweltvorschriften und Sicherheitsanforderungen sein.
Read full response

Meeting with Günther Oettinger (Commissioner) and Alpiq Holding AG

13 May 2015 · Energy policy