Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

Albert Schweitzer Foundation

Das Ziel der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ist, dass kein Tier mehr für die Herstellung von Lebensmitteln leidet.

Lobbying Activity

Response to Modernisation of the EU legislation for on-farm animal welfare for certain animals

16 Jul 2025

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt dankt der Europäischen Kommission für die Möglichkeit, sich im Rahmen des Call-for-Evidence zur Modernisierung der EU-Tierschutzvorschriften für Nutztiere zu beteiligen. Die erneute Initiative ist ein entscheidender Schritt, um die Selbstverpflichtung der Kommission von 2023 einzulösen, sämtliche Käfigsysteme EU-weit abzulösen ein Anliegen, das bereits 1,4 Millionen Bürger*innen mit ihrer Unterschrift unterstützen. Die geltenden Richtlinien sind nachweislich nicht mehr zeitgemäß; sie verhindern Innovation, belasten Landwirt*innen mit investitions­hemmender Rechts­unsicherheit und unterminieren die Glaubwürdigkeit des EU-Binnenmarkts. Deutschland zeigt, dass ambitionierte Reformen praxis­tauglich sind: Seit 2022 ist das routinemäßige Kükentöten verboten, und etliche Bundesländer fördern den Umbau zu käfigfreien Haltungs­formen. Kernforderungen der Albert Schweitzer Stiftung beinhalten die Käfighaltung zu beenden, rechtsverbindliche, artspezifische Mindeststandards plus outcome-basierte Indikatoren einzuführen, durch Import­konditionalität sicherzustellen, dass in die EU eingeführten Erzeugnisse denselben Tierwohl­anforderungen genügen, ein EU-weites Verbot des Kükentötens (inkl. Entenküken) in Anlehnung an die bereits umgesetzten deutschen Regelungen sowie die Einbeziehung aquatischer Tiere in sämtliche künftigen Vorschriften, da sie die zahlenmäßig größte Nutztiergruppe darstellen. Diese Reformen schaffen Planungssicherheit, stärken die Wettbewerbs­fähigkeit tiergerechter Betriebe und entsprechen den klaren Erwartungen der Verbraucher*innen. Ein ausführliches Feedback ist in der Anlage beigefügt.
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Meeting with Stefan Köhler (Member of the European Parliament, Shadow rapporteur for opinion) and Carlsberg Breweries A/S and BIO Deutschland

6 Nov 2024 · Politischer Austausch

Meeting with Stefan Köhler (Member of the European Parliament, Shadow rapporteur for opinion) and Eurogroup for Animals and

1 Oct 2024 · Politischer Austausch

Meeting with Sebastian Everding (Member of the European Parliament) and Eurogroup for Animals and Animal Society e.V.

17 Sept 2024 · Online Introductory meeting

Meeting with Norbert Lins (Member of the European Parliament, Committee chair)

11 Oct 2023 · Revision der europäischen Tierschutz-Richtlinien

Response to Review of poultry marketing standards

18 May 2023

Bezüglich der Überprüfung der Vermarktungsnormen für Geflügel fordern wir die EU-Kommission auf, die Gewichtsanforderungen an Stopfleber (Foie gras) aus Art. 1 der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 zu streichen. Diese Anforderungen an ein Mindestgewicht von Fettlebern von Enten und Gänsen (300 g bzw. 400 g) zu erfüllen, ist ohne tierquälerische Zwangsfütterung (Stopfen) nicht möglich. Den Tieren wird dafür über einen Zeitraum von mehreren Tagen mehrmals täglich ein langes Metallrohr bis in den Magen geschoben und Futterbrei eingepumpt. Jeder Mensch kann sich vorstellen, wie quälend die Prozedur sein muss: Die Tiere haben, wie wir Menschen auch, einen Würgereflex, der gegen den Fremdkörper ankämpft. Schnabel und Schlundbereich der Tiere sind mit sensiblen Nerven durchzogen. Folgen der regelmäßigen Zwangsfütterung können schmerzhafte Wucherungen und Verletzungen sein. Auch können die Tiere ersticken, wenn der Brei in die Luftröhre gelangt. Studien belegen eindeutig, dass die Zwangsfütterung dem Wohlergehen der Vögel abträglich ist. Auch der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz der EU-Kommission kam bereits 1998 zu diesem Schluss.* Foie Gras ist ein Luxusprodukt, das auch ohne Zwangsfütterung erzeugt werden kann (die Leber wird dann nicht so schwer). Daher sind die Leiden und Schäden, die das Stopfen bei den Tieren verursacht, vermeidbar und unnötig. Es verstößt damit gegen die EU-Nutztierhaltungsrichtlinie (RL 98/58/EG). Die Mehrheit der EU-Länder hat Stopfleber aufgrund dieser Tierquälerei bereits verboten. Bleibt alles beim Alten, ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Stopfleber in der gesamten EU verboten wird. Das Streichen der Gewichtsanforderungen für Stopfleber dagegen würde Produzenten helfen oder überhaupt erst ermöglichen, auf eine tierfreundlichere Produktion umzustellen und das ohne Verbote. Das Image der Stopfleber als ein aus der Zeit gefallenes Produkt absurder Brutalität gegen Tiere könnte sich wandeln und das Produkt den Anforderungen einer zunehmend kritischen europäischen Gesellschaft gerecht werden. Frankreich, für das Stopfleber eine nationale Delikatesse ist, würde davon profitieren. Die Gewichtsanforderungen sind im Übrigen keinesfalls Teil der traditionellen Stopfleberproduktion. Sie wurden erst 1991 eingeführt und 1995 nochmals erhöht. Die Gewichtsanforderungen für Foie gras bestehen zu lassen, käme einer Aufforderung gleich, Enten und Gänse weiterhin unnötigerweise zu quälen. Diese Tierquälerei in der Stopfleberproduktion zu verringern, wäre unmöglich, weil die gesetzlichen Mindestanforderungen nicht ohne das Stopfen erfüllt werden können. Das entspricht nicht den Ansprüchen, die die EU an sich und ihre Tierschutzpolitik stellt. * https://food.ec.europa.eu/system/files/2020-12/sci-com_scah_out17_en.pdf
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Meeting with Wolfgang Burtscher (Director-General Agriculture and Rural Development)

24 Apr 2023 · the representatives raised the issue of animal protection and shift to more balanced diet

Response to Animal welfare labelling for food

24 Aug 2021

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt begrüßt, dass die Europäische Kommission das Tierschutzrecht umfassend überarbeiten möchte. Wir beteiligen uns an der Konsultation zur Folgenabschätzung in der Anfangsphase (Inception Impact Assessment) mit dem Ziel, die unter den gegebenen Umständen bestmögliche Überarbeitung für die Milliarden betroffenen Tiere zu erreichen. Die Maxime »Ehrfurcht vor dem Leben« unseres Namensgebers Albert Schweitzer betrachten wir als Handlungsauftrag. Der Bereich, in dem vom Menschen mit Abstand am meisten Leid und Tod verursacht wird, ist die Nutzung von Tieren und Tierprodukten als Nahrungsmittel. Deshalb setzt die Albert Schweitzer Stiftung für die Abschaffung der Massentierhaltung und die weite Verbreitung der veganen Lebensweise ein. Da ein Ende der Nutzung von Tieren als Nahrungsquelle derzeit nicht absehbar ist, wirken wir zunächst auf eine weniger qualvolle Züchtung, Haltung und Tötung der Tiere hin. Im Anhang gehen wir auf die einzelnen Vorschläge der Kommission ein. Wir verweisen an dieser Stelle auch ausdrücklich auf die bereits sehr umfassenden Stellungnahmen der Open Wing Alliance (Alex Suchy), The Humane Society und der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht, deren Forderungen und Empfehlungen wir uns anschließen.
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Response to Authorisation to feed poultry with processed animal protein derived from farmed insects or domestic porcine animals

6 Apr 2021

It is true that insects are natural feed sources for poultry and, to a certain extent, also for pigs. However, we show that this is not sufficient to ensure that the use of insects as feed does not pose any risks to animals, human health, and our environment. In the face of these uncertainties, the precautionary principle should be applied as an incentive to encourage further investigation into these issues. In 2015, the European Food Safety Authority (EFSA) adopted an opinion in which it addressed several hazards arising from the use of insects as feed. Despite the adoption of this opinion, several uncertainties remain and potential risks have not been properly investigated – e.g., unsafe heavy metal levels in insect substrates and the bioaccumulation of chemicals. Reasonably, in 2019, the Food and Agriculture Organization and the World Health Organization concluded that current scientific evidence is insufficient to fully evaluate the potential impact of insect-derived feed on human and animal health. In addition, the desirable magnitude and frequency of giving insect-derived feed to farm animals are also unknown. The Federation of Veterinarians of Europe (Ferri et al., 2019 (https://fve.org/publications/insects-as-feed-and-human-food-and-the-public-health-risk-a-review)) highlights that more knowledge is needed on several questions to ensure the health of animals fed on processed insect protein. Furthermore, farm insects and insect pathogens can accidentally escape their facilities during unforeseen events, altering local ecosystems and biodiversity. EFSA (2015 (https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.2903/j.efsa.2015.4257)) partially acknowledged this risk. However, to the best of our knowledge, none of these threats have been properly evaluated. Finally, it should be noted that, if insects are sentient, this authorisation may raise serious welfare concerns. Although the evidence on insects' capacity for feeling pain is insufficient, they should be granted the benefit of the doubt. Thus, it is our opinion that further uses of possibly sentient animals like insects should not be approved. Detailed response in attachment. If the attachment is not accessible, you can also find it at: https://files.albert-schweitzer-stiftung.de/1/Feedback-Submitted-by-ASF.pdf
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