Familienbetriebe Land und Forst e.V.

FaBLF

Als Dachorganisation von elf Landesverbänden vertreten wir erfolgreich die Interessen von land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieben auf nationaler und europäischer Ebene.

Lobbying Activity

Meeting with Jan Ceyssens (Cabinet of Commissioner Jessika Roswall) and Representation of German Forest Owners at the EU

5 Nov 2025 · EU Deforestation Regulation (EUDR)

Meeting with Maxi Espeter (Cabinet of Commissioner Christophe Hansen) and Deutscher Bauernverband and Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V.

14 Oct 2025 · Mutual introduction and exchange on CAP proposal

Response to Nature Restoration Law - Method for monitoring pollinator diversity and pollinator populations (delegated act)

16 Jul 2025

Die Familienbetriebe Land und Forst e.V. und die AGDW Die Waldeigentümer e.V. erkennen die Bedeutung stabiler Bestäuberpopulationen für Biodiversität, landwirtschaftliche Erträge und die Resilienz von Ökosystemen ausdrücklich an. Als generationenübergreifend wirtschaftende Eigentümer von Land- und Forstflächen begrüßen wir grundsätzlich die Zielsetzung der Nature Restoration Regulation, fundierte Daten zur Entwicklung von Bestäuberarten zu erheben. Ein wirksames Monitoring ist sinnvoll es muss jedoch ökologisch realistisch, administrativ umsetzbar und mit den Eigentumsrechten der Landnutzer vereinbar ausgestaltet sein. Insgesamt bestehen 1. Zweifel an der methodischen Eignung und wissenschaftlichen Aussagekraft 2. Risiken für Eigentumsrechte und Bewirtschaftungsfreiheit und 3. gehen die vorgeschlagenen Verfahren mit einer hohen methodische Komplexität einher, welche praktische Umsetzungsschwierigkeiten birgt. Wir verweisen auf unsere Stellungnahme im Anhang.
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Response to Towards a Circular, Regenerative and Competitive Bioeconomy

23 Jun 2025

1 | Einleitung Die Familienbetriebe Land und Forst begrüßen den strategischen Fahrplan der EU-Kommission zur Förderung von Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und regionaler Wertschöpfung. Unsere generationenübergreifend geführten Betriebe bewirtschaften Land- und Forstflächen nachhaltig und standortangepasst. Eine solche Strategie darf die konventionelle Landwirtschaft unverzichtbar für die Ernährungssicherung nicht gefährden oder ins Ausland verlagern. Nachhaltigkeit muss wirtschaftlich tragfähig und praxisnah gestaltet sein. 2 | LULUCF: Dynamische Klimawirkung statt starrer Vorratsziele Die derzeitige LULUCF-Verordnung konzentriert sich auf statische Kohlenstoffvorräte und vernachlässigt die Klimawirkung junger, wachsender Bestände sowie den Beitrag der Holzverwendung zur Substitution fossiler Rohstoffe. Starre Zielvorgaben ignorieren standörtliche Grenzen und behindern den Waldumbau zu klimaresilienten Mischwäldern. Eine moderne LULUCF-Systematik muss Zuwachs, stoffliche und energetische Nutzung sowie langfristige Bindung in Produkten gleichwertig berücksichtigen, um die Rolle bewirtschafteter Wälder im Klimaschutz zu stärken. 3 | Bewirtschaftete Flächen erhalten Kulturlandschaften und Versorgung Unsere Kulturlandschaften sind Ergebnis kontinuierlicher Nutzung. Ohne sie verschwinden strukturreiche Wälder, Wiesen und Weiden mit Folgen für Biodiversität, Identität und Lebensqualität. Konventionelle Landwirtschaft sichert die Ernährung, nachhaltige Forstwirtschaft liefert Holz als klimafreundlichen Rohstoff. Beide tragen zu Wasser-, Boden- und Biodiversitätsschutz bei. Eine pauschale Stilllegung gefährdet diese Leistungen und die Versorgungssicherheit. 4 | Wirtschaftskraft, Kreislaufwirtschaft und regionale Versorgung Langfristige Investitionen in Klimaanpassung und Innovation erfordern wirtschaftlich stabile Betriebe, Planungssicherheit, Eigentumsschutz und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen. Eine tragfähige Kreislaufwirtschaft beginnt vor Ort: Regionale Verarbeitung und Direktvermarktung von Produkten verringern Transporte, stärken die Wertschöpfung im ländlichen Raum, schaffen Arbeitsplätze und erhöhen die Resilienz. Hofläden, regionale Veredelung und kurze Ketten sichern Einkommen, erhöhen Transparenz und schließen Stoffkreisläufe. Förderprogramme und Beschaffung sollten diese Strukturen gezielt unterstützen. 5 | Stoffliche und energetische Holznutzung als Einheit Energieholz entsteht vorrangig bei Pflege- und Umbauarbeiten und ist Teil nachhaltiger Forstbewirtschaftung. Eine Trennung oder Abwertung der energetischen Nutzung schwächt Betriebe und regionale Energiesysteme. Allein in Deutschland vermeidet die Holzverwendung jährlich bis zu 60 Mio. Tonnen CO-Äquivalente. EU-weit liegt das Einsparpotenzial derzeit bei 390 Mio. Tonnen mit weiterem Potenzial bis 2050. Die stoffliche und energetische Nutzung muss als integriertes System anerkannt bleiben. 6 | Kohärenz und Praxistauglichkeit in der Regulierung Die Vielzahl neuer EU-Vorgaben von EUDR bis Sustainable Use Regulation führt zu Bürokratie und Unsicherheit für Betriebe mit begrenzten Ressourcen. Der Rechtsrahmen muss die langfristige CO-Speicherung im Holzbau berücksichtigen und die aktive Waldnutzung stärken. Eine systematische Bewertung aller Regelungsfolgen sowie die frühzeitige Beteiligung der Bewirtschaftenden sind notwendig. Fehlende Folgenabschätzungen und mangelnde Transparenz erhöhen Umsetzungsrisiken. Künftig sollten alle EU-Vorhaben mit forstlichem Bezug eine umfassende Prüfung der Auswirkungen auf Kosten, Kontrolle und Bewirtschaftung beinhalten. 7 | Schlussfolgerung Familiengeführte Land- und Forstbetriebe sichern eine klimaresiliente, wirtschaftlich tragfähige und versorgungssichere Landnutzung. Eine erfolgreiche Bioökonomiestrategie muss konventionelle Landwirtschaft und aktive Forstwirtschaft realistisch einbeziehen, praxisnah ausgestalten und den ländlichen Raum stärken. Nur so lassen sich Klimaschutz, Ernährungssicherheit
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