Fischereischutzverband Schleswig-Holstein

Erhalt und Förderung der Fischerei mit passiven Fanggeräten durch Beratung und Hilfestellung.

Lobbying Activity

Response to Sustainable fishing in the EU: state of play and orientations for 2026

13 Jul 2025

Zu 1. Einführung Schon die Aufzählung der anderen Einflüsse auf die Fischbestände ist unvollständig. Es fehlen die Prädatoren wie Seehund und Kormoran deren Bestände sich in der Ostsee stark erhöht haben. Zu 2. Fortschritte beim Erreichen des höchstmöglichen Dauerertrags Auch die generelle Feststellung, dass mehr Fischbestände nachhaltig befischt werden und hier Fortschritte zu verzeichnen sind trifft für die Ostsee nicht zu. Auch die Bewirtschaftung nach dem MSY Prinzip kann schon deshalb nicht funktionieren, weil bei den dafür angestellten Berechnungsgrundlagen die Rückwürfe nicht berücksichtigt wurden und man daher von falschen Zahlen ausgegangen ist. 2.1 Fangmöglichkeiten für 2025 Siehe 1. und 2. Auch die Umsetzung von EU-Vorschriften ist z.B. beim Anlandegebot in der Schleppnetzfischerei mangelhaft. 3. Gleichgewicht zwischen der Fangkapazität der Mitgliedstaatsflotten und ihren Fangmöglichkeiten. Diese Fragestellung hängt eng mit der Wirtschaftlichkeit eines Flottensegments zusammen. Dabei ist aufgefallen, dass bei den bisherigen Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowohl die Einflüsse auf die Meeresumwelt als auch der Anteil von gezahlten Subventionen bei der Beurteilung des Betriebsergebnisses unberücksichtigt geblieben sind. 4. Sozioökonomischer Ausblick Die sicherlich wichtige Diversifizierung von Einkommen wird in Deutschland von überbordenden Sicherheitsvorschriften und Bürokratie behindert. 4.1. Soziale Dimension Ohne Fisch in der Zukunft kein Fischer der Zukunft. Daran müssen alle theoretischen Betrachtungen sich messen lassen. 5. Anlandeverpflichtung Die Anlandeverpflichtung ist eine Maßnahme, mit der sichergestellt werden soll, dass die Meeresressourcen nachhaltig genutzt werden. Eine gut gedachte Absicht, die wie man feststellen muss, krachend gescheiter ist. Erstens hat sich die Durchsetzung als kaum erreichbar herausgestellt, zweitens ist die Verwaltung von Beifängen sinnlos, weil diese auf jeden Fall für die Reproduktion von Fischbeständen verloren sind. Es gilt daher bei den Fanggeräten anzusetzen. 6.2. Fangmöglichkeiten für verschiedene Meeresbecken Siehe 2. 7. Schlussfolgerung Bei den Bewirtschaftungsmaßnahmen sind alle Einflüsse, die auf den Fischbestand einwirken in die beabsichtigten Maßnahmen einzubeziehen. Dazu gehören auch die Prädatoren.
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Response to Sustainable fishing in the EU: state of play and orientations for 2025

7 Aug 2024

Der schlechte Zustand der Ostsee und einiger Fischbestände ist recht treffend beschrieben. Bei den angeführten Gründen wird leider der stark angestiegene Einfluss der Prädatoren wie Kormoran und Seehund nicht entsprechend berücksichtigt und fehlt in allen Berechnungen zu den Fangmöglichkeiten. Demgegenüber wird eine Verbesserung des Zustandes der Fischbestände durch eine Verbesserung der Umsetzung der EU-Vorschriften beim Wiegen und der Registrierung von Fängen weit überschätzt. Der Schwund entsteht auf See beim Einsatz von wenig selektiven Fanggeräten in der Schleppnetzfischerei was zu erheblichen Rückwürfen von untermaßigen Fischen führt, die in keiner Statistik erscheinen. Auch bei einer hundertprozentigen Erfassung dieser Mengen wäre neben einem gewaltig ansteigenden Kontroll und Verwaltungsaufwand für die Bestandserhaltung nichts erreicht, da diese Fanganteile, weil tot , sowieso für die Reproduktion verloren sind. Zur Abhilfe muss an den Fanggeräten der Schleppnetzfischerei angesetzt werden um die Selektivität zu steigern.
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Response to Correction to the multiannual programmes for fisheries

25 Jan 2024

Generell konnte sich die Anwendung des MSY-Prinzips als Grundlage für die nachhaltige Bewirtschaftung von Fischbeständen nicht bewähren, weil die Berechnungsgrundlagen bei der Einführung unvollständig waren. Es fehlten in der Berechnung die Rückwürfe in der Schleppnetzfischerei. die zu dieser Zeit noch weit über 20% lagen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht sinnvoll die 5% Regel, wie vorgeschlagen abzuschaffen.
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Response to Evaluation of Council Regulation (EC) No 734/2008 on the protection of vulnerable marine ecosystems

21 Nov 2023

In order to obtain a technically reliable result, a differentiation of bottom trawling is necessary. After taking proportionality into accound fishing with rock hopper trawls should be discontinued first in order to protect reefs and hard substrates.
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Response to Sustainable fishing in the EU: state of play and orientations for 2024

4 Aug 2023

Allgemeine Zusammenfassung Bereits in der Konferenz der zuständigen Minister für die Fischerei der Ostsee-Anrainer Staaten im Jahr 2020 wurden die nötigen Maßnahmen zur Umsetzung der gemeinsamen Fischereipolitik formuliert. Für die in diesem Jahr im September vorgesehene Wiederholung dieser Konferenz in Litauen werden die gleichen Maßnahmen als wichtige Ziele vorgestellt. Leider muss festgestellt werden, dass sich seit 2020 hinsichtlich der Umsetzung dieser Maßnahmen und der beabsichtigen Wirkungen trotz mannigfaltiger Bemühungen auf allen Ebenen kaum Fortschritte zu erkennen sind. Hieraus ergibt sich die Frage nach den Gründen. Nachstehend eine Zusammenstellung aus Sicht der Praxis: 1. Einseitige Lagebeurteilung durch die Einflussnahme der Lobbyisten der Fischindustrie. 2. Daraus folgend mangelhafte Fehleranalyse. 3. Fehlende Erfolgskontrolle von erlassenen Maßnahmen/Vorschriften. (z. B. Anlandegebot, Kontrollverordnung) 4. Dauersubventionierung von nicht wirtschaftlich arbeitenden Betrieben. 5. Fehlende Anpassung des Fangaufwandes an die Reproduktionsfähigkeit von Fischbeständen. Der vollzogene Abbau von BRZ und KW ist weitestgehend wirkungslos geblieben. 6. Räumliche Schonzeiten für den Dorsch sind durch zeitlich angepasste Schonzeiten für die Untergebiete der Ostsee zu ersetzen. Verbesserungsvorschläge: Die Kontrolle und Verwaltung von Beifängen ist gescheitert, weil der Fisch auch wenn eine 100%ige Kontrolle möglich wäre, weil tot - für die Reproduktion verloren ist. Beifänge sind daher durch technische Maßnahmen an den Fanggeräten auf unter 2% zu reduzieren. Die Wirtschaftlichkeit der Betriebe muss sich am Netto-Erlös für den Betrieb per Kilo orientieren und nicht am Bruttoumsatz. Die Lieferketten sind so weit wie möglich zu verkürzen. ( direkt vom Erzeuger zum Verbraucher) Der Einfluss von Prädatoren (Kormoran, Seehund) ist wissenschaftlich zu untersuchen und gehört nicht in die Rubrik "fischereiliche Sterblichkeit". Die Schutzmaßnahmen für den europäischen Aal sind den Einflüssen der Prädatoren entsprechend auszurichten. ( und da findet sich die gewerbliche Fischerei nach wissenschaftlichen Untersuchungen bei 3% wieder)
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Response to Energy transition of EU fisheries and aquaculture sector

10 Nov 2022

Generell steht die gesamte Fischereibranche vor einem mit großen Herausforderungen verbundenen Strukturwandel. Die Befischung von den wirtschaftlich interessanten Fischbeständen in der Ostsee wie Dorsch und Hering, offenbar seit Jahrzehnten über ihre Reproduktionsgrenzen hinaus hat zu einer starken Dezimierung dieser geführt, verbunden mit starken Fangbeschränkungen, die alle Teile der Fischereiflotte treffen, auch die, die diesen Zustand nicht verursacht haben. Zusätzlich wird sie wirtschaftlich mit hohen Energiekosten belastet. Die Höhe der Belastung trifft besonders die Fischereifahrzeuge, die mit Schleppnetzen fischen und dafür hohe Motorleistungen einsetzen, um ihren Fangaufwand (größere Netze, Befischung von größeren Flächen durch höhere Schleppgeschwindigkeiten) zu steigern. Hierbei wird häufig die nachteilige Wirkung auf die Meeresumwelt außer Acht gelassen. Trennt man die staatlichen Subventionen von den getätigten Umsetzen, so zeigt sich, dass diese Art der Fischerei sowohl ökologisch als auch ökonomisch zu hinterfragen ist. Staatliche Beihilfen zur Abmilderung der Treibstoffkosten können daher das vorhandene Problem auf lange Sicht nicht nachhaltig lösen und sollten deshalb nur kurzzeitig als Überbrückungshilfe gewährt werden. Auf lange Sicht ist in Küstennähe eine Fischerei mit passiven Fanggeräten schon aufgrund ihrer höheren Selektivität zu bevorzugen. Den geringeren Kohlendioxid Fußabdruck gibt es dann gratis dazu. Ob die Umstellung auf elektrische Antriebe für Fischereifahrzeuge mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand möglich ist-wahrscheinlich sind Neubauten von Fahrzeugen erforderlich, sollte Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen sein, die sicherlich einer Förderung bedürfen.
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