Freier Verband Deutscher Zahnärzte e. V.

FVDZ

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte ist der größte unabhängige Berufsverband in Deutschland.

Lobbying Activity

Response to Cancer Screening Recommendation

18 Feb 2022

Die Tumorerkrankungen in der Mundhöhle gehören zu den fünf häufigsten Krebserkrankungen beim Menschen. Durch die häufige Mitbeteiligung der angrenzenden anatomischen Strukturen, wie Pharynxbereich, Nase, Nasennebenhöhlen, Orbita und der Zungenmuskulatur, führen Erkrankungen in diesem Bereich nicht nur zu großem menschlichem Leid, sondern auch zu massiver gesellschaftlicher Ausgrenzung - sowohl im unbehandelten Zustand als auch nach umfangreichen chirurgischen Eingriffen. Leider zeigt sich, dass trotz verbesserter chirurgischer Operationsmethoden und deutlich wirksamer medikamentöser Therapien und chemotherapeutischen Ansätzen die Fünf-Jahres-Überlebensrate über die vergangenen 40 Jahre unverändert geblieben ist. Eine Ursache dafür ist darin begründet, dass die Tumoren in der Mundhöhle und im Kiefer-Gesichtsbereich meist erst sehr spät diagnostiziert werden und dadurch die Therapie auch erst sehr spät einsetzt. Die Aufnahme in das europäische Krebsregister ist aus unserer Sicht deshalb längst überfällig. Zum einen lässt sich durch gezielte Vorsorgeuntersuchungen und der Sensibilisierung bei der Diagnostik im zahnärztlichen und allgemeinärztlichen Bereich sowie bei den HNO-Ärzten eine deutlich frühere Diagnostik der Tumoren erreicht werden. Damit kann auch wesentlich früher eine Therapie einsetzen. Aktuelle Studien zeigen: Je eher ein Tumor in der Mundhöhle entdeckt wird, desto besser sind seine Heilungsaussicht. So steigt die Fünf-Jahres-Überlebensrate signifikant, je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird. Der Vorteil einer gemeinsamen europäischen Betrachtung dieser Tumoren wäre es, dass unterschiedliche Therapieansätze den Patienten zugänglich gemacht werden könnten und gleichzeitig der interkollegiale Austausch in diesem speziellen Bereich verbessert werden kann.
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Response to Amendment of the Commission implementing decision providing the rules for the eHealth Network

5 Feb 2019

Die Kommission stellt fest, dass bisherige Beschlüsse und deren Umsetzungen nicht in angemessener Weise dazu beitragen, das eHealth-Netz weiterzuentwickeln. Ziele sind die Unterstützung und Vereinfachung des Datenaustausches zwischen den nationalen Gesundheitssystemen und die Entwicklung von Regeln für das Beitreten und Verlassen des eHealth-Netzes. Darüber hinaus setzt sich die Kommission für die Transformation des Gesundheits- und Pflegesektors in den Digitalen Binnenmarkt ein. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ) unterstützt das Vorhaben der Kommission, das eHealth-Netz zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Datenaustausches im Gesundheitswesen weiter zu entwickeln. Der FVDZ weist dabei in besonderer Weise auf die Verantwortung der Kommission hin, „National Contact Points for eHealth“ in der Zuständigkeit der Mitgliedsländer regelmäßig auf deren Sicherheit zu prüfen. Die Kernplattform der Kommission wird alleine nicht zur Gewährleistung der notwendigen Datensicherheit reichen. Die Vereinfachung der Interoperabilität nationaler Systeme und die Verfügbarkeit digitaler Gesundheitsdaten für die Bürger benötigen ebenfalls besondere Aufmerksamkeit im Hinblick auf die Sicherheit der „eHealth digital Service Infrastructure“. Zusammenfassend sei hier eine klare Zuordnung der Verantwortlichkeiten zwischen nationalen und europäischen Institutionen und eine funktionierende Sicherheitsstruktur als Basis aller weiteren Schritte im Bereich des eHealth-Netzes angemahnt. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) ist mit mehr als 20.000 Mitgliedern der größte unabhängige Berufsverband in Deutschland. Er handelt politisch frei und unabhängig. Seine Aufgabe sieht er darin, alternative Handlungsoptionen für Zahnärzte für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen zu entwickeln. Er engagiert sich für zahnärztliche Therapiefreiheit, Offenheit moderner zahnärztlicher Methoden für alle Patienten, Prophylaxeförderung, mehr Eigenverantwortung für Patienten und Zahnärzte sowie eine solide Finanzierung der Zahnheilkunde.
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