Österreichischer Biomasse-Verband

ÖBMV

Der Verein verfolgt den Zweck, die Nutzung der erneuerbaren Energie in Österreich auszuweiten.

Lobbying Activity

Response to Land use, land use change and forestry – establishing trajectories towards 2030

10 Dec 2025

The revised Regulation (EU) 2018/841 (LULUCF) introduces new binding targets for Member States to generate additional land-based removals by 2030. The target is unrealistic and is increasingly becoming a burden on the forestry industry. In some countries, such as Austria, Germany, and Luxembourg, timber stocks per hectare have already reached saturation point and cannot be increased further. Climate-related calamities such as bark beetle infestations, storms, droughts, and forest fires are particularly detrimental to the function of forests as CO2 sinks. In the short term, therefore, sink capacity will inevitably decline. Long-term adaptation measures for forest conversion and forest management are therefore more effective than restrictive LULUCF targets. However, this requires more rather than less forest management. In this respect, changes in methodology and targets are needed so as not to jeopardize productionand thus carbon sequestration in long-lasting wood products. To encourage administrative simplification, reporting requirements should be streamlined accordingly and further leeway in achieving the targets should be allowed. The storage effects of BECCS (carbon capture and storage with bioenergy) and energy storage in wood products such as firewood, which is often stored for 3 to 5 years, should be credited in LULUCF. The climate effects of material and energy substitution of fossil-based raw materials should at least be mentioned in LULUCF in order to do justice to the forestry and timber sector.
Read full response

Response to Revision of the EU’s energy security framework

13 Oct 2025

1. Europäische Eigenständigkeit ins Zentrum stellen Europa muss seine eigene Versorgungssicherheit priorisieren. Auf Partner wie die USA oder Kanada können wir uns nicht verlassen neue Abhängigkeiten gilt es unbedingt zu vermeiden. Oberstes Ziel bleibt der vollständige Ersatz russischer Energieimporte und die Minimierung des Risikos politischer Instrumentalisierung durch andere Anbieter. Massive Energieimporte untergraben zudem die EU-Klimaziele, die nur mit heimischen erneuerbaren Energien erreichbar sind. 2. Energie-Sicherheit als Hebel für faire Rahmenbedingungen Die Energie-Sicherheitsstrategie darf nicht zu weiteren Belastungen führen, sondern muss helfen, Bürokratie abzubauen. Nachhaltigkeitsauflagen sind auf ein praktikables Maß zu reduzieren oder verbindlich auch für andere Energieformen einzufordern. Der derzeitige politisch geduldete Wettbewerbsvorteil fossiler Energien ist nicht länger hinnehmbar. 3. Bioenergie als Garant für Wertschöpfung und Klimaschutz Bioenergie bietet regionale Versorgungssicherheit, schafft Infrastruktur und Arbeitsplätze und trägt unmittelbar zu den Klimazielen bei. Biomasse ist nachhaltig, klimafreundlich und regional verfügbar ohne die geopolitischen Risiken von Importen. Deshalb braucht es vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren für Erneuerbare Energien, um ihr volles Potenzial zu heben. Förderinstrumente müssen kontinuierlich ausgebaut werden, um die Wettbewerbsnachteile gegenüber fossilen Rohstoffen auszugleichen. 4. Regionale Unterschiede konsequent nutzen Europa ist vielfältig kein Mitgliedstaat gleicht dem anderen. Biomassepotenziale sind höchst unterschiedlich verteilt. Statt zentralistischer Einheitslösungen braucht es maßgeschneiderte Ansätze: Ausrichtung der Energie-Sicherheit auf den Ersatz fossiler Brenn- und Rohstoffe in Industrie und Haushalten, Holz- und Lebensmittelindustrie Verbindliche nationale und makroregionale Roadmaps Ein klares Mobilisierungsprogramm, das alle Bioenergie-Nutzungen stärkt 5. Industrielle Transformation sichern Ohne Bioenergie wird die Defossilisierung der Industrie scheitern. Sie ist die einzige erneuerbare Energiequelle, die zuverlässig hohe Temperaturen und Dauerlast bereitstellt zentrale Voraussetzungen, um fossile Energien im industriellen Maßstab zu ersetzen. Gleichzeitig muss die kostengünstige Energieversorgung der Haushalte sichergestellt werden, Rohstofflenkungsmaßnahmen (Kaskadenzwang) von Haushalten in Richtung Industrie führen zu stark steigenden Energiekosten, Demobilisierung von Rohstoffen und sinkender Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung. 6. Resilienz und strategische Autonomie verteidigen Die Nutzung heimischer Energiepotenziale ist eine sicherheitspolitische Notwendigkeit. Wer Bioenergie schwächt, produziert Lock-in-Effekte durch neue fossile Heizungen und schafft neue Abhängigkeiten. Bioenergie muss daher verbindlich auch in die Sicherheits- und Verteidigungsstrategie der EU integriert werden als Garant für die Versorgung der Bevölkerung und notfalls auch für die militärische Logistik.
Read full response

Response to Revision of the Cost-Optimal Methodology framework for calculating minimum energy performance requirements for buildings

7 May 2025

Please find attached the contribution from the Austrian Biomass Association.
Read full response

Response to Review of energy labelling requirements for solid fuel boilers

21 Dec 2023

Holzheizungen, die Holzbrennstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwenden, sind klimaneutral. CO2-Emissionen aus Holzbrennstoffen bewegen sich innerhalb des oberirdischen Kohlenstoffkreislaufes und können nicht mit CO2-Emissionen aus Jahrmillionen alten fossilen Brennstoffen aus der Erdkruste verglichen werden. Als Folge des Ersatzes von Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Heizsysteme, wie z. B. Holzheizungen oder Fernwärme, sind die Treibhausgasemissionen in Gebäuden in Österreich seit 1990 um 40 % gesunken. Moderne Biomassefeuerungen weisen sehr geringe Feinstaubemissionen auf und ersetzen neben fossilen Heizsystemen alte Festbrennstoffheizungen mit hohen Emissionswerten. Erforderlich sind Anreize (Modernisierungsprogramm für Holzheizungen) zum raschen Austausch alter Anlagen: Etwa 330.000 Holzzentralheizungen in Österreich sind älter als 25 Jahre, zudem besteht ein hoher Sanierungsbedarf im Kesselbestand der Nahwärmeanlagen. Durch den Austausch überalterter Geräte auf emissionsarme Holzheizungen können die Feinstaubemissionen und der Holzverbrauch deutlich reduziert werden. Die eingesparte Holzmenge steht für den Tausch fossiler Heizsysteme zur Verfügung. Noch strengere Effizienzanforderungen würden Anlagen verteuern und dazu führen, dass alte, ineffiziente Geräte länger betrieben werden. Weiters könnten sie zu einem Umstieg auf billigere fossile Gas- und Ölkessel führen, die von der fossilen Lobby als umweltfreundlich angepriesen werden. Substituiert man Altanlagen mit den hinsichtlich Staubemissionen besten verfügbaren Technologien (BAT) moderner Holzheizungen, können Emissionen um 99 % reduziert werden. Durch die Technologie der extrem gestuften Verbrennung kann eine nahezu staubfreie Verbrennung ohne Einsatz von Filtern erreicht werden. Keinesfalls sollten Label für Wärmepumpen und Festbrennstoffkessel zusammemgelegt werden. Die Kombination von verschiedenen Technologien in einem Energieeffizienzlabel führt dazu, dass innerhalb der beteiligten Produktgruppen keine Unterscheidung mehr möglich ist. Die vorgeschlagene Abschaffung des Biomasse-Labelfaktors (BLF) würde diesen Effekt noch verstärken und ist daher abzulehnen.
Read full response

Meeting with Thomas Waitz (Member of the European Parliament)

25 Nov 2022 · Biomasser

Meeting with Helena Braun (Cabinet of Executive Vice-President Frans Timmermans), Stefanie Hiesinger (Cabinet of Executive Vice-President Frans Timmermans) and

31 Aug 2022 · Implementation of the EU Forest Strategy for 2030, and the LULUCF proposal