Professioneller Mobilfunk e. V.

PMeV

PMeV – Netzwerk Sichere Kommunikation Der PMeV ist ein Netzwerk von Experten für einsatz- und sicherheitskritische Kommunikationslösungen im mobilen professionellen Einsatz. Seine Mitglieder sind Hersteller, System- und Applikationshäuser, Netzbetreiber, Anwender, Berater sowie darüber hinaus weitere Fachleute und Experten. Der PMeV führt Anbieter und Anwender zusammen, um Chancen und Risiken unterschiedlicher Lösungsansätze und Konzepte gemeinsam zu erörtern und unterschiedliche Technologien und technische Lösungen zu bewerten. Er bietet ein Forum für den neutralen, herstellerunabhängigen und partnerschaftlichen Dialog. Der PMeV versteht sich als Netzwerk, das sowohl nach innen als auch nach außen wirkt. Das Bewusstsein für Sichere Kommunikationssysteme zu schaffen, ist eine der zentralen Aufgaben des PMeV. Dafür engagiert sich der PMeV indem er den Dialog mit Politik, Behörden, Institutionen und sonstigen Marktpartnern sowie mit der interessierten Öffentlichkeit führt.

Lobbying Activity

Response to Evaluation of the 2008 European Critical Infrastructure Protection Directive

21 Mar 2018

Professioneller Mobilfunk („PMR“ – Professional Mobile Radio) bedient den Bedarf an sicherheitskritischer Kommunikation in Unternehmen und Behörden. Er bietet mobile Sprach- und Datendienste zur Aufrechterhaltung und Steuerung betriebs-, geschäfts- und einsatzkritischer Prozesse. Anwender von Systemen des Professionellen Mobilfunks sichern kritische Infrastrukturen und geschäftskritische industrielle Prozesse. Professioneller Mobilfunk ist deshalb wichtig für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Immer dann, • wenn andere Systeme versagen, • wenn kritische Infrastrukturen geschützt werden müssen, • wenn es um ein Höchstmaß an Sicherheit geht, • wenn Menschenleben davon abhängen, ist Professioneller Mobilfunk das Kommunikationsmittel der Wahl. Das zentrale Argument für den Einsatz des Professionellen Mobilfunks ist die einzigartige Sicherheit der Systeme. Professioneller Mobilfunk garantiert ein Sicherheitsniveau, das mit kommerziellen Mobilfunksystemen nicht erreicht werden kann. Technologische Risiken werden so minimiert. Eine schnelle Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit einer betroffenen kritischen Infrastruktur wird ermöglicht. Professioneller Mobilfunk erfüllt als einziges Kommunikationsmittel die höchsten Anforderungen an die Sicherheit. Aus diesem Grunde gehören Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben nicht nur in Europa sondern weltweit zu den selbstverständlichen Nutzern Professioneller Mobilfunksysteme. Kommerzielle Kommunikationsmittel wie Handynetze sind weder für die anspruchsvollen Aufgaben geeignet noch adäquat gegen Ausfall, Sabotage oder das Einwirken von Naturgewalten geschützt. Das gleiche Sicherheitsniveau, das bei den Sicherheitsbehörden zum Standard zählt, muss auch für Betreiber kritischer Infrastrukturen gewährleistet sein. Die Energie- und Wasserversorgung oder öffentliche Transportsysteme haben eine ähnliche Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen mit ähnlich dramatischen Folgen im Falle eines Ausfalls oder größerer Beeinträchtigungen wie Polizei, Feuerwehr, Rettungs- und Hilfsdienste. Die Auswirkungen von Störungen der Energie- und Wasserversorgung oder öffentlicher Transportsysteme ist nicht lokal, nicht einmal national, sondern betrifft häufig mehrere Mitgliedsstaaten. Aus Sicht des PMeV besteht daher in folgenden Punkten Handlungsbedarf: • Der z.B. im deutschen Energiewirtschaftsgesetz (§ 49) verankerte abstrakte Verweis auf allgemein anerkannten Regeln der Technik ist nicht hinreichend. Eine explizite Benennung und europäisch verbindliche Regelung ist erforderlich. • Für die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen sind für kritische Infrastrukturen eindeutige Kriterien festzulegen, die keinen Interpretationsspielraum gestatten. Dies gilt auch für das Kommunikationssystem, das zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Funktion der kritischen Infrastruktur erforderlich ist. • Geeignete Kriterien sind z.B. die Gesamtverfügbarkeit des Kommunikationssystems, die maximalen Alarmierungszeiten für Entstörpersonal, die Dauer der Aufrechterhaltung des Betriebs durch Netzersatzanlagen im Falle eines längerfristigen Ausfalls der Stromversorgung sowie das generelle Schutzniveau der Netzelemente gegen externe Bedrohungen (Naturkatastrophen, Vandalismus, Sabotage).
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