Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten e. V.
VERE e. V.
The VERE e.V.
ID: 539275030615-01
Lobbying Activity
Response to Circular Economy Act
6 Nov 2025
Der Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (VERE) e.V. ist mit rund 4.000 Mitgliedern der größte deutsche Verband seiner Art. Seit seiner Gründung im Jahr 2003 setzt er sich für Hersteller, Händler und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten sowie weiteren Non-Food-Produkten ein, um Bürokratie abzubauen und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Als Initiator der take-e-way GmbH verfügt VERE über umfassende Erfahrung bei der Entwicklung digitaler Systeme zur Umsetzung umweltrechtlicher Pflichten. Der Verband begrüßt den EU-Rechtsakt zur Kreislaufwirtschaft als wichtigen Schritt, um Europas Abhängigkeit von politisch fragwürdigen Handelspartnern zu verringern und den Zugang zu Sekundärrohstoffen zu sichern. Angesichts der Tatsache, dass 99 Prozent der betroffenen Unternehmen kleine und mittlere Betriebe sind, warnt VERE jedoch vor einer weiteren Überregulierung, die deren Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Anstatt neue Gesetze zu schaffen, müsse die EU die bestehenden Regelungen etwa die Batterie-, Verpackungs- und Ökodesignverordnung konsequent umsetzen und die Mitgliedstaaten zu einem wirksamen Vollzug verpflichten. Nur durch die konsequente Anwendung bereits beschlossener Maßnahmen könne die Kreislaufwirtschaft effektiv funktionieren. Besonders wichtig sei die Erfüllung des im Critical Raw Materials Act festgelegten Ziels eines Recyclinganteils von 25 Prozent sowie die strikte Anwendung der Verordnung über die Verbringung von Abfällen, um wertvolle Sekundärrohstoffe in der EU zu halten. Zugleich müsse die öffentliche Hand durch Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien und Mindestrezyklatquoten in der Beschaffung eine stabile Nachfrage nach Recyclingmaterialien schaffen. Die Europäische Kommission solle klare Vorgaben an die Mitgliedstaaten zur Kontrolle importierter Produkte festlegen, um Wettbewerbsverzerrungen und Trittbrettfahrer zu vermeiden, und auch die Durchsetzung der Ökodesign-Vorgaben zu Recyclingfähigkeit, Rezyklatmindestgehalten und Informationspflichten müsse verbindlich erfolgen. Eine zentrale EU-weite Meldeplattform für die erweiterte Herstellerverantwortung lehnt VERE ab, da sie nationale Systeme schwächen, hohe Kosten verursachen sowie Datenschutz- und Haftungsprobleme schaffen würde. Stattdessen spricht sich der Verband für eine schrittweise Harmonisierung und Digitalisierung aus, mit EU-weit einheitlichen Datenstandards, standardisierten Schnittstellen und Open-Source-Referenzsystemen, um Unternehmen schnell und effizient zu entlasten. Im Bereich der Produkt- und Verpackungskennzeichnung plädiert VERE für pragmatische Lösungen, da eine vollständige EU-weite Vereinheitlichung aufgrund nationaler Unterschiede rechtlich und sprachlich schwer umsetzbar sei. Positiv bewertet wird die in der PPWR vorgesehene harmonisierte Kennzeichnung von Verpackungen und Sammelbehältern, die das Recyclingverhalten der Verbraucher verbessern könne. Der digitale Produktpass wird grundsätzlich befürwortet, müsse aber einfach, sicher und praktikabel gestaltet sein. Ein reines QR-Code-System hält VERE für ungeeignet, da Verbraucher wahrscheinlich keine digitalen Informationen abrufen, wenn sie Produkte entsorgen. Daher seien standardisierte Mindestdatenformate und sektorübergreifende Leitlinien sinnvoller, auch um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Abschließend betont der Verband, dass alle Verpflichtungen gleichermaßen für Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU gelten müssen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und die Transformation zu einer nachhaltigen, ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft sicherzustellen. Der VERE e.V. bietet der Europäischen Kommission seine Expertise als konstruktiver Ansprechpartner zur Vertiefung der genannten Themen und zur weiteren Förderung der Kreislaufwirtschaft an.
Read full responseResponse to Evaluation of the 2012 Directive on waste from electrical and electronic equipment
3 Nov 2022
Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank, dass Sie uns die Möglichkeit geben, Stellung zur Initiative Elektro- und Elektronik-Altgeräte Bewertung der EU-Vorschriften zu nehmen. Unsere Stellungnahme legt ein besonderes Augenmerk Aspekte, bei denen die Umsetzung der WEEE-Richtlinie besonders schwierig war: Die Ausarbeitung der folgenden Punkte finden Sie im angehängten Word-Dokument Erreichung der Zielvorgaben für die Sammlung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten Inverkehrbringungsmengen Sammelmengen Produktgruppenspezifische Nachhaltigkeitsstrategie Schritte zur Steigerung der Sammelmengen Mindeststandards für die Behandlung festlegen Onlinehandel und Flächendeckung Kollektivsysteme und Vollzug Rolle der elektronischen Marktplätze Wichtige Rolle seriöser Bevollmächtigter
Read full response