AWO Bundesverband e.V.

AWO

AWO Bundesverband is a major German welfare organization advocating for social justice and solidarity.

Lobbying Activity

Meeting with Jens Geier (Member of the European Parliament)

13 Jan 2026 · Exchange on Energy Poverty

Meeting with Delara Burkhardt (Member of the European Parliament)

27 Oct 2025 · EU budget

Meeting with Patrick Paquet (Head of Unit Employment, Social Affairs and Inclusion) and Deutscher Caritasverband e. V. and

1 Oct 2025 · Future of Cohesion policy // Semester country report Germany 2025 // ESF in lower saxony

Response to Gender Equality Strategy 2026-2030

25 Jul 2025

Die AWO gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in DE. Mit über 250.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, ca. 70.800 ehrenamtlich Engagierten und 270.000 Mitgliedern steht die AWO für eine demokratische, solidarische und gerechte Gesellschaft. Seit der Gründung 1919 gehört Frauen- und Gleichstellungspolitik zum Selbstverständnis und Markenkern des Verbandes. Die AWO setzt sich für das Ziel einer geschlechtergerechten Gesellschaft ein, in der alle Menschen ihre Lebensentwürfe unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität, selbstbestimmt und losgelöst von jedweder Form von Diskriminierung, Zwang und Gewalt frei gestalten und leben können. Damals wie heute beruht diese Freiheit auf der gleichen Verteilung von Ressourcen, Repräsentanz und Rechten in allen Arbeits- und Lebensbereichen. Trotz frauen- und gleichstellungspolitischer Fortschritte sind Frauen weiterhin in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen strukturell benachteiligt. Das Erstarken reaktionärer und antifeministischer Kräfte gefährdet demokratische Errungenschaften zunehmend, führt zu einem politischen Rollback, insbesondere in der Frauen-, Familien- und Gleichstellungspolitik, und verstärkt soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten. Die AWO begrüßt die Fortschreibung der EU-Gleichstellungsstrategie 2026-2030 ausdrücklich und fordert eine konsequente, strukturell wirksame und nachhaltige Ausrichtung, die bestehende geschlechtsspezifische Ungleichheiten systematisch abbaut. Gleichstellung erfordert politische Maßnahmen, die strukturellen Ursachen mit verbindlichen Strukturen entschlossen begegnet. Vor dem Hintergrund ihrer Gründungsgeschichte und ihrer jahrzehntelangen Erfahrung, u.a. als Trägerin zahlreicher Schwangerschaftsberatungsstellen, Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und weiterer Schutz- und Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder, sieht die AWO im Rahmen der EU-Gleichstellungsstrategie 2026-2030 zwei Handlungsfelder als prioritär an: (1) die Sicherung sexueller und reproduktiver Rechte sowie (2) die wirksame Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt. Zu 1: Sexuelle und reproduktive Rechte sind grundlegende Menschenrechte. Sie umfassen u.a. den Zugang zu Verhütungsmitteln, sexueller Bildung, umfassender Gesundheitsversorgung sowie zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch. Diese sind nach wie vor unzureichend umgesetzt und geraten zunehmend unter Druck. Insbesondere der Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch ist in DE stark reglementiert: Fristen- und Indikationsregelungen, verpflichtende Beratungen, Wartezeiten sowie die strafrechtliche Verankerung im § 218 StGB stellen erhebliche staatliche Hürden dar. Deutschland zählt damit zu den europäischen Ländern mit den restriktivsten Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch. Sexuelle und reproduktive Rechte müssen als Menschenrechte vollumfänglich geschützt, ihre Zugänglichkeit gewährleistet und rechtliche sowie strukturelle Barrieren konsequent abgebaut werden. Zu 2: Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung und Ausdruck struktureller Ungleichheit. Sie betrifft vor allem Frauen und Mädchen in allen gesellschaftlichen Schichten, Altersgruppen und Lebensrealitäten. Gewalt hat viele Formen: häusliche und sexualisierte Gewalt, digitale Übergriffe, sowie ökonomische und strukturelle Gewalt. Trotz bestehender Schutzgesetze fehlt es in Deutschland an flächendeckender Umsetzung, Finanzierung und nachhaltiger sowie barrierefreier Infrastruktur. Der in der BRD unlängst beschlossene Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder ist umgehend umzusetzen. Gewährleistet werden muss der vorbehaltlose und niedrigschwellige Zugang zum Hilfesystem, unabhängig von Einkommen, Vermögen, Herkunft, Aufenthaltsstatus, Gesundheitszustand oder Behinderungsgrad.
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Meeting with Birgit Sippel (Member of the European Parliament)

13 May 2025 · Exhibition opening "100 Boote, 100 Millionen Menschen"

Meeting with Erik Marquardt (Member of the European Parliament)

13 May 2025 · Exchange on Migration and event

Meeting with Tobias Cremer (Member of the European Parliament)

12 May 2025 · Europäsiche Verteidigungspolitik

Meeting with Matthias Ecke (Member of the European Parliament)

12 May 2025 · Flucht und Migration

Meeting with Birgit Sippel (Member of the European Parliament)

12 May 2025 · Preparation exhibition „100 Boote – 100 Millionen Menschen“

Meeting with Rita Wezenbeek (Director Communications Networks, Content and Technology) and

11 Feb 2025 · Opening Session: DSA roundtable discussions on online advertising (Article 46 DSA)

Meeting with Birgit Sippel (Member of the European Parliament)

23 Jan 2025 · Exhibition preparation

Meeting with Gabriele Bischoff (Member of the European Parliament)

21 Nov 2024 · General Exchange

Meeting with Sabrina Repp (Member of the European Parliament)

20 Nov 2024 · EU regional development, MFF

Response to Interim Evaluation of Digital Europe

20 Sept 2024

Für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW e.V.) und ihre Mitgliedsverbände, darunter die Arbeiterwohlfahrt (AWO), sind sowohl die digitale Teilhabe aller Menschen wie auch die Digitalisierung ihrer Einrichtungen und Dienste von großer Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass die EU im aktuellen, aber auch im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028 über ein finanziell gut ausgestattetes Förderprogramm verfügt, um die Ziele der digitalen Dekade zu erreichen. Die BAGFW begrüßt daher auch, dass das Programm Digitales Europa in der laufenden Förderperiode einen Schwerpunkt auf die Bereitstellung digitaler Technologien für Unternehmen, Bürger:innen und öffentliche Verwaltungen legen soll. Allerdings ist das laufende Programm in seiner aktuellen Schwerpunktsetzung für die Freie Wohlfahrtspflege nur sehr begrenzt nutzbar. Das Programm fokussiert sich bisher zu stark auf Spitzentechnologien. Während deren Förderung geo-ökonomische Gründe haben mag, sollte nicht vergessen werden, dass die EU sich im Rahmen der digitalen Dekade zum Ziel gesetzt hat, ein menschenzentriertes digitales Umfeld zu schaffen und die digitale Kluft zwischen den Menschen zu verringern, die bereits umfassend digitale Technologien nutzen, und jenen, die es (bisher) nicht tun. Auch sollen mindestens 80% aller 16-74-jährigen Menschen in der EU bis 2030 grundlegende digitale Kompetenzen erlernen (siehe Art. 3/4 Beschluss 2022/2481). Um diese Vorhaben umzusetzen, braucht es ausreichende finanzielle Mittel, bisher gibt es jedoch keine entsprechende umfassende Förderung durch die EU. Daher muss das Programm Digitales Europa aus Sicht der BAGFW deutlich zugänglicher für Bürger:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen werden, damit wirklich niemand in der digitalen Transformation zurückgelassen wird. Mit dem Programm sollte die digitale Teilhabe aller Menschen in der EU gefördert werden. Ein wichtiger Faktor für digitale Teilhabe sind digitale Kompetenzen. Insbesondere Bevölkerungsgruppen, die z.B. aufgrund ihres Einkommens, ihres Geschlechts, ihres Alters oder ihrer Herkunft benachteiligt und vulnerabel sind, brauchen zielgruppenspezifische Angebote für digitale Kompetenzen . Auch die gemeinwohlorientierte Nutzung von Daten und KI-Systemen sowie barrierefreie Zugänge sind wichtig für die digitale Teilhabe aller und sollten entsprechend gefördert werden. Nicht zuletzt sollten auch zivilgesellschaftliche Organisationen (wie auch die Freie Wohlfahrtspflege) und freiwilliges Engagement im digitalen Raum stärker gefördert werden. Neben der Vermittlung digitaler Kompetenzen für freiwillig Engagiert ist auch die Erhöhung der Cybersicherheit zivilgesellschaftlicher Organisationen von immer größerer Bedeutung und kann nur selten ausreichend von den Organisationen selbst finanziert werden. Besonders in Zeiten, in denen anti-demokratische und anti-pluralistische Akteur:innen in der EU und in Drittstaaten versuchen, das demokratische Miteinander in der EU zu destabilisieren. Auch die Verbände und Träger der Freien Wohlfahrtspflege werden in erschreckender Häufigkeit Opfer von Cyberangriffen und sind nur unzureichend ausgestattet, um diesen Gefahren zu begegnen. Gleichzeitig sind die gemeinnützigen Verbände der BAGFW, wie auch andere soziale Organisationen in Europa wichtige Träger sozialen Zusammenhalts und sozialer Infrastrukturen für die digitale Gesellschaft und benötigen entsprechende finanzielle Mittel. Um sicherzustellen, dass die digitale Kluft überwunden wird, muss das Programm Digitales Europa also einen viel stärkeren Fokus als bisher darauflegen, die digitale Teilhabe aller Menschen in der EU zu ermöglichen. Gleichzeitig müssen zivilgesellschaftliche Organisationen wie die Freie Wohlfahrtspflege befähigt werden, weiter zum sozialen und demokratischen Zusammenhalt in digitalen Gesellschaften in der EU beitragen zu können.
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Meeting with Alexandra Geese (Member of the European Parliament) and Deutscher Caritasverband e. V.

3 Sept 2024 · Sozialpolitik, Frieden und Demokratie in der EU

Meeting with Hannes Heide (Member of the European Parliament)

3 Sept 2024 · Panel discussion and reception

Meeting with Gabriele Bischoff (Member of the European Parliament)

3 Sept 2024 · EU Social Agenda

Meeting with Delara Burkhardt (Member of the European Parliament)

29 Aug 2024 · Care work

Meeting with Jens Geier (Member of the European Parliament)

8 Jul 2024 · Exchange on upcoming priorities of the European Parliament and the European Commission

Meeting with Alexandra Geese (Member of the European Parliament)

25 May 2024 · European Elections and Dialogue

Meeting with Birgit Sippel (Member of the European Parliament)

16 Mar 2024 · Soziales und demokratisches Europa

Meeting with Birgit Sippel (Member of the European Parliament, Rapporteur) and Save the Children Europe and

12 Oct 2023 · New Pact on Migration and Asylum

Meeting with Birgit Sippel (Member of the European Parliament, Rapporteur) and Diakonie Deutschland and Terre des Hommes International Federation

6 Sept 2023 · GEAS-Reform

Meeting with Jan-Christoph Oetjen (Member of the European Parliament, Shadow rapporteur) and Diakonie Deutschland and Terre des Hommes International Federation

6 Sept 2023 · Current state of CEAS reform

Meeting with Gabriele Bischoff (Member of the European Parliament)

29 Jun 2023 · Austausch über Bundesgeschäftsstelle und Schwerpunkte

Meeting with Birgit Sippel (Member of the European Parliament, Rapporteur) and International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies and Danish Refugee Council Brussels

27 Mar 2023 · Screening Regulation (staff level)

Meeting with Jens Geier (Member of the European Parliament)

16 Nov 2022 · Energiepreiskrise/Energiearmut